Thursday, November 21. 2002
Wortschöpfungen und Zitate der Teilnehmer an der Fernsehdiskussion am 21.11.2002:
Haupt:
WC-Sprache, Zweisausendrei, Hochseewassersituation, Luftpolizei
Schüssel:
jeder von uns hat (beim Hochwasser) die Betriebsinhaber trösten müssen; das sind 8000 Einzelschicksale; ein Taferl, ein Taferl ... hat der Haider seinen legitimen Nachfolger gefunden; wie in Galtür die Lawine heruntergefallen ist
Gusenbauer:
Komikteil des ORF, Ärmelaufkrempeln gegen die robuste Jugendarbeitslosigkeit
Van der Bellen:
na, i seh des cool; okay; i find des ganze so unglaubwürdig, i kann IHnen gar net sagen wie; grand design; for the time being; Österreich ist von guten Nachbarn umzingelt; der Sport ist supa
Anzahl von Nennungen:
Lob an Haupt: Gusi, Schüssel, Van der Bellen je einmal. Österreich: Haupt 4x, Gusenbauer 14x, Schüssel und VdB je 4x Klarheit/klar: Haupt 15x, Gusi 1x, Schüssel 3x, VdB 3x
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Thursday, November 21. 2002
20.15: elmo da bär wird vier hysterische wahlhasen clatshen. es stehen an zur diskussion:- alfred gusenbauer, vakuum-eichhörnchen mit minzgeschmack in den augen
- wolfgang schüssel, langjähriger kryptorabauke mit einer vorliebe für spaghettihüte
- herbert haupt, tupperwarefetischist, dem nix über reggae aus finnland geht
- alexander van der bellen, ein aluminiumversiegelter plexiglas-kirschlikör
die wahlprogramme der parteien:- spö: auf den menschen und einen doppelten cognac zur rechten zeit kommts an
- övp: mit neuen freunden aus dem atlantik nach dem nächstbesten schnitzelwirten
- fpö: mit uns gibts endlich käsekipferln zur heißen schokolade, wie einst bei oma gans
- grüne: wer sozial gerechten veltliner aus bewusst angebauten hochlandrindern schätzt, ist uns willkommen
die themen, die oberhauser diesmal vorgeben wird:- keep it real - fiktion oder fantasterei?
- hochschulen im aufwind - sollen sie vom staat festgenagelt werden?
- die österreichische kriegsmarine hat schon seit 82 jahren kein neues material mehr erhalten. skandal?
- sind alleinerzieherinnen die besseren schnapser?
- grießnockerlsuppe in der kapuze: werden unsere kinder immer dümmer?
- welche anschuldigung im wahlkampf hat Sie am meisten gekränkt?
- sozialpolitik, wirtschaftspolitik, außenpolitik, finanzpolitik (aber bitte kurz fassen, wir haben nur mehr drei minuten)
- gemeinsam zum heurigen
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Wednesday, November 20. 2002
Gnu, der gerade eine Online-Backgammon-Plattform im Internet programmiert, hatte neulich eine Nuss zu knacken: Im Chat wurde die Frage gestellt: "Das Programm meldet, ich soll FIRSTEN, was ist FIRSTEN?" Erst vermutete er, fehlerhafte Schriftdarstellung auf dem Computer des Benutzers hätte zu der Wortschöpfung geführt, doch dann stellte sich heraus, dass Gnu eine Variable namens "start" auf "first" umbenannt hatte, und das Umbenennen hat auch den im Code versteckten Text einer Fehlermeldung manipuliert, die lauten soll: "Bitte den Browser neu starten".
Weil das Wort "firsten" auf biggammon.com mittlerweile geflügelt ist, erwog Gnu, die Meldung unkorrigiert drinzulassen - wann gibt's schon Fehlermeldungen, über die sich die User auch noch die Haxen ausfreuen? Super: Fehler in Produkten, die das Produkt beliebt machen. Genau wie beim Felix-Ketchup, das sich rühmt, keine Konservierungsstoffe zu beinhalten. Wenn in einer Batterie "0% Quecksilber" ist, dann freut mich das (auch wenn ich nicht weiß, was Quecksilber in einer Zink-Kohle-Batterie für einen Zweck hätte). Wenn allerdings eine 1-Kilo-Ketchupflasche im Eiskasten aufbewahrt werden muss (das steht nämlich drauf), dann ist das extrem untunlich und ärgerlich. Nur weil irgendeiner ausgerechnet auf die Konservierungsstoffe verzichtet hat, muss ich ständig ein Kilo eiskaltes Ketchup herumschleppen. Sollen sie halt lautstark auf die Farbstoffe oder sonst was verzichten. Von mir aus auch auf Quecksilber!
Wenn auf den Verpackungen von Produkten damit angegeben wird, dass sie einen vollkommen absurden Inhaltsstoff nicht enthalten, dann entspricht das laut dem Grünen Alexander van der Bellen dem, was die ÖVP gerade im Wahlkampf mit ihrem Wahlprogramm treibt: "Wir sind bereit, mit den Grünen zu verhandeln, wenn sie folgende Punkte ihres Programms fallen lässt:". Dann folgt eine Aufzählung, die ich gerne übertreiben möchte. "Erstens: Käse- und Schinkenbrot für alle. Zweitens: Für den kleinen Hunger. Drittens: Zahnpasta mit Zahnsubstral für jeden."
Im Wahlkampf hat sich das Zähneblecken gegenüber dem Säbelrasseln mittlerweile durchgesetzt. In einer Fernsehdiskussion zum Thema Jungpolitiker bleckten sich Anneliese Rohrer von der Presse und der Moderator, ein weißbeschnauzter Opa, gegenseitig mit ihren beeindruckenden Gebissen an, dass die Luft knisterte. Während dieses Dentalflirts palaverte FP-Jungspund Gudenus über das Üble an der Osterweiterung. Anneliese Rohrer war über das Dreingeplapper wenig erfreut und attestierte Gudenus, er rede "blühenden Unsinn". Später riet sie ihm zur besseren Dosierung seiner NLP-Kniffe, was ihm nicht zur Freude gereichte. Da die geladenen Jungmenschen aufgrund nahenden Wahltermins ständig Wahlreden schwingen wollten und nicht auf Vorwürfe der Altvorderen einsteigen, sie würden generell die falschen Themen wählen, den Jungen gehe es um andere Dinge, und überhaupt müsse ein Jungmenschenvertreter ständig "keck" sein, wurden sie immer wieder von Oma und Opa unterbrochen und gescholten. Denn Fernsehdiskussionsgroßeltern können das nicht lassen, man denke nur an Helmut brachialpolter Zilk, der junge Leute, die sich seiner Meinung nach danebenbenahmen, flugs als "blede Buam" o.ä. bezeichnete, wobei er wie Dr. Strangelove im Kubrick-Film ständig die Watschenausteilhand zurückhalten musste.
Im Wahlkampf gehen jedoch die besten Zeitungsmeldungen unter: Einige werden sich erinnern, dass es einen internationalen Eklat gegeben hat, als Putin in Brüssel einem französischen Journalisten mit Schwanzabschneiden drohte, weil dieser die Tschetschenienpolitik Russlands kritisierte. Der Übersetzer hörte irgendwann schamesgerötet mit dem Übersetzen auf, und so flog die Sache erst am nächsten Tag auf. Top auf der Unterhaltungswertskala: Weltpolitiker, die sich nix scheißen. Superminus hingegen für Matrosen, die auf der Flugzeugtoilette nix scheißen. Von solchen war nämlich in der Zeitung "Die Presse" die Rede: Vor dem Start ihres Flugzeugs in Paris besuchten drei Matrosen nacheinander das Klo. Dabei hatten sie eine Zeitschrift mit, auf der außen ein Bild vom brennenden World Trade Center zu sehen war. Wahrscheinlich wurden Flugpassagiere, die die vorbeieilenden Matrosen begutachteten, blass, als sie diese Zeitschrift entdeckten, und benachrichtigten die Flugbegleiterin. Diese benachrichtigte die restliche Besatzung, zog Glacéhandschuhe an und lüftete schließlich den Klodeckel. Dann verständigte sie die Polizei, sie hätte eine "verdächtige weiße Substanz" entdeckt. Natürlich verstand die Polizei "verdächtiges weißes Pulver", und den Rest der Geschichte kann man sich denken. Jedenfalls wurden die drei Matrosen, die auf der Toilette onaniert und dazu in irgendeine Zeitschrift Pornobildchen gesteckt hatten, nicht nach Hongkong, sondern auf die Straße befördert. Das Flugzeug konnte schließlich matrosenlos gen Asien firsten.
Die Meldung über die wichsenden Matrosen habe ich nur in der Presse gefunden, was beachtlich ist, denn diese Zeitung ist ja konservativ, d.h., voll mit Konservierungsmitteln, weswegen sie auch nicht im Eiskasten aufbewahrt werden muss, was der adretten Politjournalismus-Oma Anneliese Rohrer wohl nicht behagen würde.
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Tuesday, November 5. 2002
[gnu] Jam delonge mi miras pri kial la programaro en nia servkomputilo totale malnovigis, kvamkvam la "aŭtomata aktualigo" funcias depost la unua instalo.
[m] ...
[gnu] Kaj hodiaŭ mi malkovras ke la norma stato estas "nur elŝuti aktualigojn kaj ne ilin instali" kaj jam pli de 300 sekurecaj kaj ĉimo-reparaj aktualigoj estas neinstalitaj en la fiksita disko.[m] Tio estas sekureca rimedo.
[gnu] Kion volas diri "sekureca rimedo"? Mi ja aktivigas la "aŭtomatan aktualigon", por ne plu devi mem interveni.
[m] Bone, Microsoft nur volas ke la administristo aparte konfirmas la paketojn kaj ke li ne sensence riskas ion je la produktado-servilo. Tio estas eblo kaj ne estas ĉimo.
[gnu] Kial Microsoft? Mi parolas de nia Linux-servilo-
[m] Do tiiiiia aĉo. Mi ja ĉiam diras al vi, ke Linux estas plena de ĉimoj.
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Tuesday, November 5. 2002
[soña]
> reek tia aĉo:
>
> la cólera = kolero
> el cólera = ĥolero
[matto]
Gabriel García M"rquez (je la tajpilo, 1985):
Ek mia nova libro - finita! Tre bela verko, ankaŭ se en ĝi ĉiuj tiam devas koleri.
Kiel ni ĝin nomigos - mmm, eble: "No mires atr"s en cólera" [ne rerigardu kolere] Mm, aŭ pli bone ne - tio ŝajnas tiel konata al mi.
Do eble El amor en Madrid. Sed, nenia parto de la historio rolas en Madrido, kvamkvam en Parizo. En ĝi ankaŭ aperas Viktoro Hugo, mmmm - "Los miserables" [la mizeruloj]! Sed haltu - ankaŭ tio ne plaĉas al mi.
La ĉefkantista de la (politike) maldekstra muzikbando "Los Miserables" (kaŝata post la kurteno, pensas):
Ĥeĥe, do mi povas uzi la nomon pro mia maldekstra muzikbando, bone!
Francisco Umbral (sub la divano malgrandiĝita, pensas):
El amor en Madrid, bonege! Mi prenos tion pro mia baldaŭ aperonta romano, kio preskaŭ totale rolas en Madrido!
Gabriel García M"rquez (sub- kaj malsubiranta en la ĉambro, 1985 + 5 minutoj):
El amor en los tiempos de la cólera [la amo en la tempo de la kolero] - tio estas eksakta! Heureka!!!
Ĉefkantista de Los Miserables (pensas):
Enuanta bando-nomo.
Francisco Umbral (pensas):
Sed ankaŭ tio estus bona titolo pro mia romano! Aŭ pli bone ne, ĉu ni vetas ke la presista farus "El amor en los tiempos DEL cólera" [la amo en la tempo de la ĥolero] el ĝi -
(suspiras)
(Per la suspiro li malkovriĝas. Gabriel García M"rquez (kolerulo) ekkoleras kaj lin batas tiel ke li estas mola. Do la aperdato de "El amor en Madrid" devas esti redeterminata je post cirkaŭ 10 jaroj.)
La presista (1985, post 2 semajnoj):
DEL aŭ DE LA? Malimporta, mi prenos bieron.
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