Im vorigen Eintrag wurde die Zeitschrift Volume aufs Podest gehoben. Dabei ist mir eingefallen, dass ich einmal zwecks Veröffentlichung in einer Rubrik "Briefe an die Leser" zwei Texte abgegeben hatte. Ich hatte keine konkrete Ahnung, wie die Briefe an die Leser aussehen sollten, deswegen hielt ich mich an die Form, wie sie im Magazin "Titanic" abgefasst sind. Besagte Rubrik dürfte bei Volume aber abgeblasen worden sein, drum denke ich, es macht nichts, wenn ich diese unter größter Anstrengung verfassten Elaborate im Blog veröffentliche. Hier also der erste "Brief an die Leser" ... wobei ich ehrlichgesagt meine Zweifel habe, ob Prof. Reinhart tatsächlich ein Volume-Leser ist.
Liebes medizinisches Labor Prof. Reinhart!
Nun soll man also bei euch eine Spermaprobe „abgeben“, wobei die Abgabe naturgemäß nur an Ort und Stelle möglich ist. Als weltgewandter und von amerikanischen TV-Serien geschulter Mann erwartet man also einen strengen Vorzimmerdrachen, aber danach ein nettes Zimmerchen, das mit konzentrationsfördernder Lektüre bestückt ist (und da denke ich ausnahmsweise nicht an Volume). Doch wie sieht es bei euch aus? Ein netter Arzt weist einem eine WC-Kabine zu, in der man literarische Hilfsmittel gänzlich vermisst, jedoch prangt auf der gegenüberliegenden Wand – ein riesiger Spiegel!
Danke für das Vorhalten desselben. Erkenntnis: Auch narzisstische Züge sollte man pflegen; man weiß nie, wofür man sie einmal brauchen könnte.
Volume