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    <title>Mattos Blog - Grant 'n' Raunzen</title>
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    <description>Flauschfigurenparade</description>
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    <pubDate>Mon, 10 Oct 2011 13:42:54 GMT</pubDate>

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        <title>RSS: Mattos Blog - Grant 'n' Raunzen - Flauschfigurenparade</title>
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    <title>Wegen großen Interesses weiterhin geschlossen: Google+</title>
    <link>http://www.matto.at/blog/archives/370-Wegen-grossen-Interesses-weiterhin-geschlossen-Google+.html</link>
            <category>Grant 'n' Raunzen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Matto)</author>
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    Vor ein, zwei Jahren kündigte Google &quot;Wave&quot; an, eine Art verbessertes E-Mail-System, das die Nachrichten besser miteinander verknüpfte und verschiedene praktische Dinge integrierte. Wave wurde enthusiastisch präsentiert und gemeinhin interessiert aufgenommen. Allein: Auf dem Höhepunkt des Ankündigungshypes war und blieb es für die Allgemeinheit gesperrt. Nur auf Einladungen (&quot;invites&quot;) konnte man einen Zugang bekommen. Wer Pech hatte, musste sich über Wochen hin zum Affen machen, um sich einen Invite zu organisieren. Als Wave dann endlich allgemein zugänglich war, war der Hype längst vorbei. Vor einem halben Jahr verkündete Google die Einstellung des Projekts. Trotz des starken Zuspruchs zu Beginn sei es zu wenig angenommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun kenne ich natürlich keine genauen Analysen für die Ursachen, aber ich denke schon, dass es daran gelegen sein könnte, dass man die Öffentlichkeit zu genau jenem Zeitpunkt ausgesperrt hat, als es am interessantesten geworden ist und die einschlägigen Medien sich in Berichten überschlugen. Jedenfalls hatte ich gehofft, Google würde daraus gelernt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber nein: Genau dasselbe Theater spielt sich jetzt mit &quot;Google+&quot; ab, der Google-Konkurrenzplattform zu Facebook: Unter anderem der Standard trommelt schon seit zwei Wochen, wie cool es nicht sei und dass alle Standard-Redakteure schon darauf vertreten sind. Sich selbst überzeugen kann man allerdings nicht, es sei denn man legt sich auf die Lauer und probiert so lange irgendwelche im Internet empfohlene Tricks, bis man eventuell einmal an einen Invite kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist es ja nicht einmal so, dass Google+ verspricht, auf extrem revolutionäre Weise ein riesiges Bedürfnis exklusiv zu bedienen. Die zwei Argumente dafür, die die sich nicht selbst überzeugen dürfende Öffentlichkeit präsentiert bekommt, sind: 1. Es ist von Google, und 2. Man kann die Freundeskreise besser differenzieren als bei Facebook.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe Google-Leute, bitte nehmt zur Kenntnis: Der beste Zeitpunkt, das Ding öffentlich zugänglich zu machen, ist nicht in 2 Monaten, nicht in 7 Tagen und auch nicht heute. Es war meiner bescheidenen Meinung nach spätestens der 8.7.2011. Von nun an gehts bereits bergab. Wenns nicht bald aufgemacht wird, kann es in demselben Desaster enden wie Wave. Oder wie lange, glaubt ihr, machen Medien wie derstandard.at für eure hochtrabend angekündigte Facebook-Kopie noch Phantomwerbung? (Anm. vom 1.8. : ) ... und werden zur Belohnung nach ein paar Wochen wieder rausgeworfen, weil Unternehmen nicht zur Registrierung zugelassen werden, sondern nur Personen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hat schon für Facebook nicht genug Zeit gehabt, lässt sich auch gern von Neuem überzeugen, wenn ers selber ausprobieren darf, aber macht sich nicht gleich für alles zum Affen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Euer matto&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung vom 10.10.2011: Seit etwa einem Monat ist Google+ nun offen, und der Hype ist lange vorüber. In letzter Zeit hat hingegen Konkurrent Facebook mit  neuen Funktionen wieder Land gewonnen. Google wird vermutlich nicht Schiffbruch erleiden, weil es über genug Plattformen verfügt (Android, Chrome), die Google+ integrieren werden. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass sie es nicht ganz optimal über die Bühne gebracht haben: &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://derstandard.at/1317019809927/Netzwerk-Google-Ueber-60-Prozent-aktive-Nutzer-verloren&quot;&gt;Bericht im Standard&lt;/a&gt; 
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    <pubDate>Mon, 11 Jul 2011 09:30:26 +0200</pubDate>
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    <title>Füm ohne Orsch</title>
    <link>http://www.matto.at/blog/archives/362-Fuem-ohne-Orsch.html</link>
            <category>Grant 'n' Raunzen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Matto)</author>
    <content:encoded>
    &quot;Willkommen in Wien&quot; war zu Weihnachten im ORF zu sehen: Ein Krimi von Nikolaus Leytner mit Wolfgang Böck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Film sticht aus der dünn-dämlichen Suppe der einschlägigen österreichisch-deutschen Koproduktionen durch seine Qualität heraus, mit der er durchaus stellenweise an die frühen Kottans anstreift. &lt;b&gt;Leytner hat dem &quot;Trauttmann&quot; den Kaisermühlenhäuslschmäh ausgetrieben, und so ist ein &quot;Schuh&quot; draus geworden&lt;/b&gt; (SCNR).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch möchte ich den Patienten noch einen Moment in den Operationssaal bitten, denn ich habe mit ihm eine Schönheitsoperation vor. Zuerst wird der Name gestrafft. Ganz verdorben ist er ohnehin nicht (vor zehn Jahren hätte man wohl &quot;Welcome to Vienna&quot; oder was ähnlich Englisches genommen .. oder gabs das vielleicht schon?). Schnippschnapp, der neue Name muss knackig und frisch sein und sitzen, deutsch sollte er bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann müssen wir die durch die erste Hälfte des Films &lt;b&gt;metastasierende Musikspur&lt;/b&gt; entfernen. Humtahumta mit Blähblueseinschlag ist nicht einmal mehr in Österreich angesagt. Ungeeignet war dieser Sound sowieso immer. Und um komische Szenen aufzupeppen, sollten eher die Drehbuchschreiber eine Extraschicht einlegen. Doch woher einen Einfall nehmen? Vorschlag: Man lausche der dritten Staffel von &quot;Mankells Wallander&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun ist das Elaborat schon ganz ansehnlich. Fast hätten wir den perfekten Austro-Krimi, da stellt sich kurz die Frage, wozu eigentlich der &lt;b&gt;deutsche Kollege&lt;/b&gt; notwendig ist. Ohne ihn wär es schon verdammt nah am Kottan dran. Die Figuren sind plastisch, die Dialoge rennen, fast durchgehend ist das Wiener Idiom authentisch, was eine Sensation darstellt. Aber der zweite, deutsche Hauptdarsteller ...? Na wegen der Kooperation wahrscheinlich. Kann man nichts machen. (Die Frage ist nur, ob auch die Deutschen mit dem Film überhaupt glücklich sind; ihr Landsmann kommt nämlich gar nicht gut weg, und verstehen dürfte man bereits in Tirol nur mehr die Hälfte der Dialoge.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einmal brauch ich noch das Skalpell, denn ich will bei der Vorgesetzten des Inspektors noch etwas &lt;b&gt;Elfi Eschke wegsäbeln&lt;/b&gt;. Wenn wir die Kommissar-Wallander-DVD schon einmal da haben, empfehle ich gleich, auch die schwedische Polizeivorgesetzte zu studieren. Überdrehter und klischeehafter brauchts nicht zu sein, die Geschichte gewinnt durch Zurückhaltung bei den Nebenrollen; wenn nur der Inspektor ein komischer Typ ist, reicht das vollkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu guter Letzt ... oh! Da haben wir das Hauptproblem, ich hatte schon gehofft, es geht diesmal ohne. Es tut mir leid, der Patient ist ein ÖFÖ. &lt;b&gt;Österreichischer Film Ohne Ende!&lt;/b&gt; Bei 1 Stunde 28 Minuten wird auf einmal der Laden dicht gemacht. Wie seinerzeit bei &quot;Freispiel&quot;, aber ebenso vielen anderen österreichischen Produktionen der letzten Jahre: Auf einmal gibts eine Totale (hier: Naschmarktdächer), die Musik wird lauter, der böse Verdacht steigt auf! Alle Handlungsstränge sind offen, bitte jetzt nicht aussteigen! Das ergibt keinen Sinn! Aber auch hier keine Gnade: Aus isses.&lt;br /&gt;
Bei gutem Erfolg will Leytner eine Fortsetzung drehen. In diesem Fall muss man natürlich sagen: Den Film fertigdrehen. Dass die Handlung in knapp eineinhalb Stunden nicht zu einem Schluss kommen kann, ist unverständlich. Sogar bei fix beschlossenen Serien hat der Pilotfilm ein richtiges Ende. An alle Filmschaffenden, bitte merken Sie sich folgenden Hinweis eines einfachen Konsumenten: Egal wie gut der Film in den ersten 99% ist, wenn danach die Handlungsstränge nicht aufgelöst werden, geht der Film nicht in die Annalen der Geschichte ein. &lt;b&gt;Kein Film ohne Ende wird je beim Publikum ein Leiberl reißen.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird ja irgendwann in einem Director&#039;s Cut der Orsch angenäht, ohne den der Patient nicht sitzen kann. So ein fescher Bursch hätte es sich wirklich verdient! 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon,  3 Jan 2011 10:42:22 +0100</pubDate>
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    <title>Check Reality Goodbye</title>
    <link>http://www.matto.at/blog/archives/340-Check-Reality-Goodbye.html</link>
            <category>Grant 'n' Raunzen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Matto)</author>
    <content:encoded>
    Sind Sie im Bilde, wie weit sich der ganz alltägliche Politaktionismuswahnsinn in Österreich schon ausgebreitet hat? Dazu ein kleiner Test:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dieser tollen Politaktionen gibt es nicht, welche?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1.&lt;/b&gt; WUFI - die &quot;Ampel für Wohlfühlen und FAIRgnügen&quot;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;2.&lt;/b&gt; &quot;KISS AUSGRENZUNG GOODBYE!&quot; - Aktionstag an Wiens Schulen&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;3.&lt;/b&gt; &quot;Initiative für einen besseren Frieden&quot; präsentiert: Das FORUM ZUR FÖRDERUNG MENSCHLICHER WÄRME&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte überlegen und dann runterscrollen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auflösung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Nr. 1&lt;/b&gt; ist ein supertipptoppes Gedankenprodukt der SPÖ Wien, siehe &lt;a href=&quot;http://derstandard.at/1271378344199/Wien-Ampel-in-Gastgaerten-soll-fuer-Ruhe-sorgen&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; - dabei gehts um eine Ampel, die in Gastgärten anzeigt, wie anrainerverträglich das Lärmniveau ist.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Nr. 2&lt;/b&gt; wurde ebenfalls von der SPÖ Wien ersonnen (deren Denkfabrikanten wurden anscheinend von der Didi-Hallervorden-Show abgeworben). Das Ganze ist so kreuzbescheuert, dass ichs gar nicht beschreiben kann. Hier ein &lt;a href=&quot;http://www.wien.gv.at/rk/msg/2010/06/02013.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Link&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Nr. 3&lt;/b&gt; wurde von Matto und Robert gemeinsam im Jahr 1994 erfunden und als Jux auf der Uni ausgehängt. Die Unterschriftenliste konnte sich sehen lassen. In den folgenden 16 Jahren drehte sich die Wahnsinnsspirale aber fleißig weiter (ein Familienminister plakatierte zB &quot;Mein Chef macht in die Hose&quot;), und die Initiative für einen besseren Frieden schaut im Vergleich zur politischen Praxis schon recht altbacken und fad aus. Das Originalmanifest gibts &lt;a href=&quot;http://www.matto.at/blog/archives/204-Initiative-fuer-einen-besseren-Frieden-Deklaration.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;. 
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    <pubDate>Thu, 10 Jun 2010 13:18:48 +0200</pubDate>
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<item>
    <title>Total daneben ist auch noch umfahren</title>
    <link>http://www.matto.at/blog/archives/339-Total-daneben-ist-auch-noch-umfahren.html</link>
            <category>Grant 'n' Raunzen</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Matto)</author>
    <content:encoded>
    Leider musste ich feststellen, dass das Bauen von Umfahrungsstraßen in Österreich nicht mehr beherrscht wird. Vielleicht gibt es ja an irgendeiner technischen Hochschule im Ausland einen entsprechenden Lehrstuhl, der ein paar Fachleute entsenden könnte, um uns unter die Arme zu greifen. Bis dahin ein paar von mir schnell aufgestellte Grundregeln. Die meisten sind auch auf andere Straßen- oder Bahnprojekte anwendbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Wenn ich einen Ort umfahre, dann darf die Umfahrungsstraße natürlich nicht &lt;b&gt;mitten durch den Ort&lt;/b&gt; gehen, denn sonst wäre sie ja keine &lt;i&gt;Um&lt;/i&gt;fahrungsstraße. Auch darf sie nicht nur einen Block weit der ursprünglichen Straße ausweichen und flugs mit Verkehrserregern besiedelt sowie durch ein Dutzend Kreisverkehre auf 2 Kilometer zerhackt werden. In diesem Fall ist sie einfach nur eine Straße, aber kein Umfahrungsstraße (-&gt; Tulln).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Eine Umfahrungsstraße funktioniert nur dann, wenn man sie auch &lt;b&gt;fertig baut&lt;/b&gt;. Das heißt: Man darf nicht eine mehrspurige Autobahn kurz vor dem Ende des zu umfahrenden Gebiets an einer Ampel verenden lassen (siehe früher A23 Breitenlee).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Ist das Ziel der Umfahrungsstraße, den &lt;b&gt;Schwerverkehr&lt;/b&gt; aus dem Ortskern zu entfernen, sollte die Straße in jede Richtung zweispurig sein, weil die Autofahrer sonst nicht überholen können und lieber weiterhin durch den Ort fahren („endlich sind wir die LKW los“). Auch sollte eine solche Umfahrung traktor- und fahrradfrei sein. Für diese Verkehrsteilnehmer kann man Begleitstreifen errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Eine Umfahrungsstraße gilt nur dann als solche, wenn man die &lt;b&gt;Nähe des umfahrenen Orts&lt;/b&gt; wenigstens noch erahnen kann. Falls man auch ohne Sichtbehinderung durch Erdwälle oder Lärmschutzwände zu beiden Seiten kein einziges Gebäude erkennen kann, wurde über das Ziel hinausgeschossen. Indiz für diesen Fehler sind Wegweiser wie „Zentrum 3 km“. (-&gt; Laa an der Thaya)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Die Umfahrungsstraße muss von Anfang bis Ende einen &lt;b&gt;einheitlichen Namen&lt;/b&gt; haben. Richtig: „L 1234 Umfahrung Hasenhausen“. Falsch: „A1/A21/A23/S2/A22/S33“ (-&gt; „Regionenring Wien“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Nicht nur die lange Strecke zwischen A und B, sondern auch die jeweiligen &lt;b&gt;Anbindungen&lt;/b&gt; an A und B sollten möglichst direkt sein. Negativbeispiel ist hier die Nordautobahn, denn die verfehlt unten Wien und oben Mistelbach (um je ca. 15 km). Letzteres ist zudem zwar klarer Endpunkt im Norden, wird aber auf keinem Wegweiser erwähnt. Vielmehr wird man von Wien aus nach Mistelbach auf die rückgebaute B7 geleitet, eine verschnörkelte Berg-und-Tal-Bahn ohne Überholmöglichkeit, auf der sich unsere Kinder mit dem Moped derstessen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Ist eine Umfahrungsstraße als Überlandstraße angelegt, soll &lt;b&gt;Tempo 100&lt;/b&gt; gelten. Ist sie eine Autobahn, dann Tempo 130. In einem Autobahntunnel ohne Pannenstreifen kann eventuell 100 gerechtfertigt sein, in einem modernen Tunnel mit Pannenstreifen ist aber ebenfalls 130 angebracht. Jedenfalls ist 80/100 auf einer Autobahn wie der S2 zwischen Eibesbrunn und Korneuburg ein Unfug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Ein &lt;b&gt;Tunnel&lt;/b&gt; muss einen Zweck erfüllen. Im Fall einer niveaufreien Kreuzung für andere Verkehrswege oder der Schaffung einer Überquerungsmöglichkeit für Wildtiere ist das gegeben. Hingegen ist es &lt;i&gt;nicht&lt;/i&gt; gegeben, wenn sich über dem Tunnel nur die gleichen Felder wie zuvor befinden und jede Ansiedlung über einen Kilometer entfernt ist (-&gt; S2 Stetten). Auch das Argument der Arbeitsbeschaffung für die Bauträger in Krisenzeiten lasse ich nicht gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. Ist die Umfahrungsstraße eine Autobahn, muss sie &lt;b&gt;„A irgendwas“&lt;/b&gt; heißen. Ist sie eine Freilandstraße, dann „B irgendwas“ oder „L irgendwas“. Ist sie eine Schnellstraße (um etwa 1/3 schmäler als eine Autobahn und weniger aufwändig ausgebaut), dann lautet die korrekte Bezeichnung „S irgendwas“. Die „Wiener Südumfahrung“-Autobahn wollte man ursprünglich B 301 nennen (gehts noch?!); heute heißt sie „S1“. Beides ein Holler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. Zu den Zeiten, als Politiker technokratisch-rücksichtslose Wahnsinnsvorhaben wälzten (v.a. 70-er Jahre), waren &lt;b&gt;Bürgerinitiativen&lt;/b&gt; eine ganz gute Sache, um hier &lt;i&gt;überhaupt&lt;/i&gt; eine Gegenstimme zu erheben. Heute kommt zumindest eine Gegenstimme sowieso aus der Opposition, und Bürgerinitiativen (pro und kontra) gibt es zusätzlich noch im Überfluss. Jede Seite (privat, aber auch politisch) bildet eine oder mehrere Initiativen und bietet Experten und Expertisen auf, die meist alles und davon das Gegenteil belegen. Das ist dasselbe wie beim politischen Lobbying, das aber zurecht einen miesen Ruf hat, während beim Wort „Bürgerinitiative“ oft die basisdemokratische Schwärmerei ausbricht. Die Zeiten, als solche Initiativen noch eine Berechtigung hatten, sind aber vorbei. Im Endeffekt zählt nur das Prinzip der indirekten Demokratie: Wer uns fähig genug erscheint, die richtigen Entscheidungen zu treffen, wird gewählt. Wenn er versagt, wird er nicht wiedergewählt - trotz aller Risiken die sauberste Vorgangsweise. Bürgerinitiativen und sonstigen Lobbying-Organisationen darf beim Straßenbau wie auch bei anderen Vorhaben keine gesteigerte Bedeutung zugemessen werden. Die Politiker sollen sich im Vorfeld informieren und dann die beste Entscheidung durchziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue,  1 Jun 2010 10:21:50 +0200</pubDate>
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