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    <title>Mattos Blog</title>
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        <title>RSS: Mattos Blog - Flauschfigurenparade</title>
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<item rdf:about="http://www.matto.at/blog/archives/379-guid.html">
    <title>Phishing à la Markovics</title>
    <link>http://www.matto.at/blog/archives/379-Phishing-a-la-Markovics.html</link>
    <description>
    Wenn ich weiter solche Phishing-Mails bekomme:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Ihr Konto hat vor auszuatmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um aktiv zu bleiben, klicken Sie bitte die Verbindung unten, und folgen Sie den versorgten Schritten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
http://&lt;em&gt;[Betrugs-Url]&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danken Sie Ihnen, Erste Bank und Sparkasse&lt;br /&gt;
&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
... dann gründ ich noch einmal einen Phishing-Fanclub &lt;img src=&quot;http://www.matto.at/blog/templates/default/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; 
    </description>

    <dc:publisher>Mattos Blog</dc:publisher>
    <dc:creator>nospam@example.com (Matto)</dc:creator>
    <dc:subject>
    </dc:subject>
    <dc:date>2011-12-05T16:55:06Z</dc:date>
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<item rdf:about="http://www.matto.at/blog/archives/378-guid.html">
    <title>That was my infall :(</title>
    <link>http://www.matto.at/blog/archives/378-That-was-my-infall.html</link>
    <description>
    Jetzt reichts. Nicht nur dass der Standard eine Karikatur brachte, in dem gleich mehrere Köche eine Weltkugel in ihren Pfannen herumschupfen (&lt;a href=&quot;http://www.matto.at/blog/archives/82-Dringende-Dekretergaenzung.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Klimawandel!&lt;/a&gt;), es wurde mir auch schon wieder ein alter Kalauer abspenstig gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit meiner Schulzeit habe ich mir nämlich immer wieder Kalauer einfallen lassen, die ich allesamt mit nur mäßigem Erfolg verbreiten konnte. Aber kaum hatte ich mich damit abgefunden, tauchte alle paar Jahre einer von ihnen in irgendeinem Massenmedium auf. Nun wären die Witzchen nicht so genial gewesen, dass ich mich ernsthaft gekränkt hätte. Außerdem hätte auf jedes von ihnen irgendein anderer Scherzbold auch von selber kommen können; vermutlich hab ich sie selbst nicht alle als erster verwendet. Auch habe ich mich schon hin und wieder dabei ertappt, mir insbesondere Aussprüche von Max Goldt einverleibt zu haben, was mir dann immer sehr peinlich war, besonders da ich allen Freunden ständig Max-Goldt-Bücher ans Herz lege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber ganz auszuschließen ist es nun doch nicht, dass ein Schmäh, den ich einmal in einer Schulstunde gemacht habe, dann doch über verschlungene Wege aus der Klassengemeinschaft, in den Elternkreis, deren Arbeitsumgebung und schließlich (jüngstes Beispiel) zu Dieter Chmelar gewandert ist, der ihn an das Profil geschickt hat. Dort kommentierte er die Englischsprüche der Finanzministerin mit &quot;Play you yes not!&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von diesem Kalauer weiß ich hundertprozentig, dass ich ihn anno 1991 spontan ersonnen und der gegenüber einem Klassenkameraden aufbrausenden Englischprofessorin an den Kopf geworfen habe, worauf diese so verwirrt war, dass sie sich wieder beruhigt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage mit dem Play-you-yes-not gibt es, wenn ich mich recht erinnere, nur mehr einen einzigen derartigen Sager, der noch nicht von anderen in der Öffentlichkeit verwendet worden ist. Hier und jetzt dokumentiere ich ihn als (hoffentlich) meine Leistung, auch wenn es sich dabei nicht gerade um einen Höhepunkt des Humors handelt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Lässig wie Lassie und flippig wie Flipper&quot; (matto, um 1994)&lt;br /&gt;
 
    </description>

    <dc:publisher>Mattos Blog</dc:publisher>
    <dc:creator>nospam@example.com (Matto)</dc:creator>
    <dc:subject>
    Bledsinnigstes, </dc:subject>
    <dc:date>2011-12-05T07:24:14Z</dc:date>
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<item rdf:about="http://www.matto.at/blog/archives/377-guid.html">
    <title>Schmäh für Arme</title>
    <link>http://www.matto.at/blog/archives/377-Schmaeh-fuer-Arme.html</link>
    <description>
    Zum Beispiel hier, siehe die Leserkommentare:&lt;br /&gt;
http://derstandard.at/1319182204828/Pferdesport-Schock-nach-Tod-von-Olympia-Hengst-Hickstead&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich würde mir wünschen, dass alle, die mit Pferdesport nix am Hut haben, kein Interesse dafür und keine Ahnung davon, solche Artikel nicht anklicken, vor allem aber nichts dazuposten. Und obwohl der &lt;b&gt;Witz mit dem Pferdeleberkäse&lt;/b&gt; ein brillanter Evergreen ist - auch diesen bitte sich zu verkneifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch mein Interesse am Springreiten (wie am Englischreiten generell) ist bescheiden. Aber einen Artikel, der davon handelt, dass ein Pferd bei einem Turnier stirbt, lese ich schon. Ich habe auch ein Iphone und lese mit Interesse Artikel über neue Androidversionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe sogar ein Fahrrad, aber ich benutze es selten und niemals in der Stadt. Aber geh ich jetzt her und schreib unter alle Artikel betreffend &quot;Mach das Fahrrad winterfit&quot; oder &quot;Radwege in Wien werden (nicht) vom Schnee geräumt&quot; so Sachen wie: &quot;Der Drahtesel ist die Vespa für Arme&quot; usw.? Nein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hingegen bei Pferdesportberichten postet jedesmal irgendeiner etwas in die Richtung:&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;Einst ein Spielzeug für Reiche,...&lt;br /&gt;
... nun eine Leberkäse für Arme!&quot;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ob mans als Reiter nicht eh schon schwer genug hätte mit den Kommentaren von sämtlichen Bekannten, Verwandten und Freunden, denn ausnahmslos jeder, der selbst nichts mit Pferden zu tun hat, kann nicht widerstehen, die Wuchtel zu schieben. Und beim nächstenmal, weil er sich nicht sicher ist, ob er den Überschmäh schon angebracht hat, hört man wieder irgendwas mit &quot;Leberkäs draus machen&quot;, &quot;am liebsten zwischen zwei Semmelhälften&quot; usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was man übrigens auch immer von allen Nichtpferdemenschen hört, ist die Gschicht vom Pferd, das die &lt;b&gt;Angst des Menschen riecht&lt;/b&gt; und dann auszuckt. Gefolgt von den Worten: &quot;Nein, das ist mir unheimlich. Da hab ichs lieber als Leberkas.&quot; 
    </description>

    <dc:publisher>Mattos Blog</dc:publisher>
    <dc:creator>nospam@example.com (Matto)</dc:creator>
    <dc:subject>
    PHP Programming Western Riders, </dc:subject>
    <dc:date>2011-11-14T10:22:33Z</dc:date>
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<item rdf:about="http://www.matto.at/blog/archives/376-guid.html">
    <title>Ohne Geld is das von heut auf morgen nicht vorgesehen</title>
    <link>http://www.matto.at/blog/archives/376-Ohne-Geld-is-das-von-heut-auf-morgen-nicht-vorgesehen.html</link>
    <description>
    Weil jetzt wieder die Wehrpflichtdebatte aufflammt: Unter einem aktuellen Standard-Kommentar (http://derstandard.at/1319182370138/Kommentar-von-Rainer-Schueller-Zurueck-zur-Sache-Die-Wehrpflicht-ist-Schwachsinn), der die Aufhebung der Wehrpflicht befürwortet, hat jemand gepostet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;[Das Bundesheer] ist das letzte was wir uns jetzt leisten können zu reformieren. Weil vielleicht kapiert man auch bei SPÖ/Grüne einmal: Es gibt kein Geld!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erinnere mich an einen anderen, früher erschienenen Artikel, zu dem jemand gepostet hatte, dass die Aufgabe der Wehrpflicht gänzlich unmöglich sei, weil es im Rahmen der bestehenden Gesetze nicht erlaubt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur der Vollständigkeit halber möchte ich erklärend und volksbildend verkünden: Bei politischen Diskussionen geht es nicht um die Frage, wie man ohne jegliche Änderung der gegebenen rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen irgendwelche Reformen bewerkstelligt. Nein, man darf durchaus andenken, die Rahmenbedingungen anzupassen. Deswegen ist es ja eine politische Frage, denn die Politiker haben ja den Job, die Rahmenbedingungen ständig anzupassen. Wie sonst sollen sie ihre Arbeit denn machen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in Österreich verbreitete Blockierermentalität kommt mit ihren hanebüchenen Gegenargumenten leider noch zu oft durch. Zum Beispiel die Gewerkschaften leben vor, wie man an den tatsächlichen Interessen der Menschen (tw auch der eigenen Klientel) vorbei arbeitet - aber bei weitem nicht nur sie. Das hier angesprochene Reformabwehrrezept kann man so zusammenfassen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Reform? Die ist im Rahmen der derzeitigen Regelungen nicht vorgesehen, daher geht des net.&lt;br /&gt;
2. Aber auch wenn man die Rahmenbedingungen ändert, gehts nicht, weil kein Geld da ist.&lt;br /&gt;
3. Aber auch wenn man das Geld auftreiben würde, gehts nicht, weil es im Moment weit wichtigere Dinge gibt (die KRISE zB, Dauerbrenner seit den 80-er Jahren mit kurzen Unterbrechungen, wo aber gerade Wahlkampf war).&lt;br /&gt;
4. Und selbst wenns im Moment eigentlich nix Wichtigeres gibt, jetzt ist gerade in NÖ (oder wo auch immer) Wahlkampf, das ist ganz ungünstig!&lt;br /&gt;
5. Und selbst wenn gerade nirgends Wahlkampf ist, des geht jetzt net, weil das Koalitionsklima gerade sehr schlecht ist.&lt;br /&gt;
6. Und selbst wenn sich die Regierung grad nicht streitet, gehts nicht, weil mit solchen Forderungen würd man ja die Kronenzeitung gegen sich aufbringen und damit nur dem Strache Vorschub leisten, und das steht nicht dafür!&lt;br /&gt;
7. Und wenn man sogar einmal beiseite lässt, dass man Krone und Strache damit ärgert: Das geht nicht von heut auf Morgen, das kamma nicht übern Zaun brechen, da machma keinen Schnellschuss, da wird jetzt ein Ausschuss gebildet, und der sollte wann zum Beschluss kommen: Erst nächste Legislaturperiode. Danach wieder oben in der Liste anfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ginge aber auch anders, zum Beispiel so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jemand hat eine Reformidee, muss seine Partei davon überzeugen. Wenn das geklappt hat, wird ein Plan ausgearbeitet, welcher die erforderlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen und die sich daraus ergebenden Änderungen beschreibt und durchrechnet. Das Ganze ist dann ein Modell. Mit dem Modell geht man zu anderen politischen Fraktionen und versucht sie an Bord zu holen. Wenn das klappt, wird im Nationalrat abgestimmt, und die Sache ist beschlossen. Nun wird die Reform gemäß dem Modell abgewickelt. Wenn sie klappt, kann damit gerechnet werden, dass die Wähler es bei der nächsten Wahl würdigen. Wenn nicht, sollte man fürderhin bessere Ideen und/oder Modelle entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese verschiedenen Herangehensweisen nennen sich politische Kultur, und diese kann gut oder schlecht sein. Da sie bei uns derzeit schlecht ist, und das wohl auch noch länger so bleiben wird, wird das aller Voraussicht nach zum Niedergang des demokratischen Systems führen. Erste Station ist das griechisch-italienische Volkswirtschaftstheater. 
    </description>

    <dc:publisher>Mattos Blog</dc:publisher>
    <dc:creator>nospam@example.com (Matto)</dc:creator>
    <dc:subject>
    Politisch &amp; philosophisch, </dc:subject>
    <dc:date>2011-11-10T09:08:22Z</dc:date>
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<item rdf:about="http://www.matto.at/blog/archives/375-guid.html">
    <title>Libyens Befreiung kommt aus der Steckdose</title>
    <link>http://www.matto.at/blog/archives/375-Libyens-Befreiung-kommt-aus-der-Steckdose.html</link>
    <description>
    Gaddafi wurde nach einem Angriff auf seinen Konvoi angeschossen, von der Meute misshandelt und getötet: Der Tod eines Tyrannen. Davon gibt es Aufnahmen, die in den meisten Zeitungen veröffentlicht wurden. Naturgemäß keine schönen Aufnahmen, weswegen prompt der Chor der sich rechtfertigenden Redaktionen und empörten kinderschutzbefleißigten Leser erklang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In welcher Welt leben wir eigentlich? In einer Welt, wo der Strom aus der Steckdose kommt, oder in der es Atomkraftwerke, wirtschaftliche Interessen, diktatorische Drohgebärden usw. gibt? In einer Welt, in der 95% aller Menschen begeisterte Fleischesser sind, aber deren Kinder oft nicht wissen, wie ein Schwein aussieht und was der Unterschied zwischen Rind, Kuh und Kalb ist? In einer Welt, in der es noch immer Kriege gibt, gegen die man aber nicht einfach die Position eines Hardliner-Pazifismus einnehmen kann, weil man Völkern zugestehen muss, dass sie sich von blutrünstigen Diktatoren befreien?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sehen, worauf ich hinaus will: Die Welt ist eben leider komplex, und man ist gut beraten, auch hinter die Kulissen zu sehen: Da gibt es nicht nur die sauberen Bilder von sich beratenden westlichen Politikern mit Sorgenfalten oder von tadellos funktionierenden Militärflugzeugen, welche irgendwas in der Ferne bombardieren, was man auf den Bildern ohnehin nicht erkennen kann – da gibt es sehr wohl auch Menschen zu sehen, die angeschossen und zu Tode geprügelt werden. Diese Bilder sind es, die uns immer wieder anregen, sich etwas mehr Gedanken zu machen, vielleicht grundsätzliche Überlegungen anzustellen, zu hinterfragen, wie es kommt, dass wir solche Szenen schon seit Generationen nicht mehr selbst erleben müssen, und ob nicht etwas dafür notwendig ist, dass es so bleibt.&lt;br /&gt;
Gerade den Kindern, die viele schützen wollen, indem sie zB dem Standard verbieten wollen, Fotos von Gaddafis Tod auf die Titelseite zu setzen, dürfen wir diese Eindrücke nicht vorenthalten. Natürlich ist ein entsprechendes Alter (nämlich das individuell richtige) bei den Kindern vorauszusetzen, aber ich sehe nicht ein, warum man als ganz junger Mensch schon Teile von Tieren zerschneidet, aber es einem nicht zuzumuten sein soll, sich selbst ein konkretes Bild vom Krieg zu machen, und in der Folge eigene Gedanken dazu zu entwickeln – bevor vielleicht irgendeine schönfärberische Kriegspropaganda das übernimmt.&lt;br /&gt;
 
    </description>

    <dc:publisher>Mattos Blog</dc:publisher>
    <dc:creator>nospam@example.com (Matto)</dc:creator>
    <dc:subject>
    Alltägliches, </dc:subject>
    <dc:date>2011-10-25T08:56:34Z</dc:date>
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<item rdf:about="http://www.matto.at/blog/archives/374-guid.html">
    <title>Das eigene Geld verbrennen</title>
    <link>http://www.matto.at/blog/archives/374-Das-eigene-Geld-verbrennen.html</link>
    <description>
    In den letzten Jahren haben sich diverse „kleine“ Varianten des Glücksspiels stark ausgebreitet. Angefangen vom Lotto „6 aus 45“ in den 80-er Jahren, bis hin zu den heute vieldiskutierten Glücksspielautomaten, die manche Bundesländer verbieten, andere ungehindert anwachsen lassen und wieder andere bei gleichzeitiger Pro-Forma-Beschränkung in Wirklichkeit fördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich ist Glücksspiel dem Funktionieren einer Gesellschaft abträglich: Es ist eine finanzielle (meist: Dauer-)Belastung ohne irgendeine Gegenleistung. Es erzeugt beim Menschen ein Pseudobedürfnis, packt ihn psychologisch, schürt Gier und Neid und fördert letztlich die Verarmung. Die Erwerbsarbeit im Gegensatz zum Glücksrittertum wird entwertet. Früher ging man davon aus, dass nur die Reichen finanziell und seelisch robust genug lebten, um den Schattenseiten des Spielens zu trotzen. Der zweifelhafte Nervenkitzel und trügerische Hauch von Luxusleben, den das Kasino-Image vermittelt, soll heute jedoch auch den „kleinen Mann“ ansprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So fallen die alten, zugegebenermaßen sozial nicht fairen, gesellschaftlichen Schranken. Für das gepflegte Geldverbrennen muss man sich heutzutage nicht mehr in Schale werfen und eine Spielbank aufsuchen – eine Tankstelle, ein Einkaufszentrum oder der eigene PC tuns auch. Man braucht für das Spielvergnügen keine Oberschichtmanieren mehr zu pflegen und muss sich auch um keine gesellschaftlichen Kontakte mehr kümmern. Sein eigenes Geld im großen Stil vernichten darf heute jeder, während es früher ein Pseudoprivileg der Reichen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut, der Staat nimmt jetzt noch mehr Steuern daraus ein. Das sind jedoch Gelder, die er an anderer Stelle dafür nicht mehr bekommt, nämlich über die Konsumsteuern, oder dafür nicht mehr spart, nämlich bei den Sozialleistungen, die er zusätzlich erbringen muss. Wenn aber der Staat dabei nicht profitiert, wer sonst? Nur die Glücksspielunternehmen, keiner sonst. Die sind aber eben Unternehmer, und darum kann man von ihnen nicht verlangen, auf Profit zu verzichten. Eher sollte man die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (wieder) etwas verantwortlicher – und vor allem: bewusst – gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </description>

    <dc:publisher>Mattos Blog</dc:publisher>
    <dc:creator>nospam@example.com (Matto)</dc:creator>
    <dc:subject>
    Politisch &amp; philosophisch, </dc:subject>
    <dc:date>2011-10-25T08:38:59Z</dc:date>
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</item>
<item rdf:about="http://www.matto.at/blog/archives/370-guid.html">
    <title>Wegen großen Interesses weiterhin geschlossen: Google+</title>
    <link>http://www.matto.at/blog/archives/370-Wegen-grossen-Interesses-weiterhin-geschlossen-Google+.html</link>
    <description>
    Vor ein, zwei Jahren kündigte Google &quot;Wave&quot; an, eine Art verbessertes E-Mail-System, das die Nachrichten besser miteinander verknüpfte und verschiedene praktische Dinge integrierte. Wave wurde enthusiastisch präsentiert und gemeinhin interessiert aufgenommen. Allein: Auf dem Höhepunkt des Ankündigungshypes war und blieb es für die Allgemeinheit gesperrt. Nur auf Einladungen (&quot;invites&quot;) konnte man einen Zugang bekommen. Wer Pech hatte, musste sich über Wochen hin zum Affen machen, um sich einen Invite zu organisieren. Als Wave dann endlich allgemein zugänglich war, war der Hype längst vorbei. Vor einem halben Jahr verkündete Google die Einstellung des Projekts. Trotz des starken Zuspruchs zu Beginn sei es zu wenig angenommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun kenne ich natürlich keine genauen Analysen für die Ursachen, aber ich denke schon, dass es daran gelegen sein könnte, dass man die Öffentlichkeit zu genau jenem Zeitpunkt ausgesperrt hat, als es am interessantesten geworden ist und die einschlägigen Medien sich in Berichten überschlugen. Jedenfalls hatte ich gehofft, Google würde daraus gelernt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber nein: Genau dasselbe Theater spielt sich jetzt mit &quot;Google+&quot; ab, der Google-Konkurrenzplattform zu Facebook: Unter anderem der Standard trommelt schon seit zwei Wochen, wie cool es nicht sei und dass alle Standard-Redakteure schon darauf vertreten sind. Sich selbst überzeugen kann man allerdings nicht, es sei denn man legt sich auf die Lauer und probiert so lange irgendwelche im Internet empfohlene Tricks, bis man eventuell einmal an einen Invite kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist es ja nicht einmal so, dass Google+ verspricht, auf extrem revolutionäre Weise ein riesiges Bedürfnis exklusiv zu bedienen. Die zwei Argumente dafür, die die sich nicht selbst überzeugen dürfende Öffentlichkeit präsentiert bekommt, sind: 1. Es ist von Google, und 2. Man kann die Freundeskreise besser differenzieren als bei Facebook.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe Google-Leute, bitte nehmt zur Kenntnis: Der beste Zeitpunkt, das Ding öffentlich zugänglich zu machen, ist nicht in 2 Monaten, nicht in 7 Tagen und auch nicht heute. Es war meiner bescheidenen Meinung nach spätestens der 8.7.2011. Von nun an gehts bereits bergab. Wenns nicht bald aufgemacht wird, kann es in demselben Desaster enden wie Wave. Oder wie lange, glaubt ihr, machen Medien wie derstandard.at für eure hochtrabend angekündigte Facebook-Kopie noch Phantomwerbung? (Anm. vom 1.8. : ) ... und werden zur Belohnung nach ein paar Wochen wieder rausgeworfen, weil Unternehmen nicht zur Registrierung zugelassen werden, sondern nur Personen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hat schon für Facebook nicht genug Zeit gehabt, lässt sich auch gern von Neuem überzeugen, wenn ers selber ausprobieren darf, aber macht sich nicht gleich für alles zum Affen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Euer matto&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung vom 10.10.2011: Seit etwa einem Monat ist Google+ nun offen, und der Hype ist lange vorüber. In letzter Zeit hat hingegen Konkurrent Facebook mit  neuen Funktionen wieder Land gewonnen. Google wird vermutlich nicht Schiffbruch erleiden, weil es über genug Plattformen verfügt (Android, Chrome), die Google+ integrieren werden. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass sie es nicht ganz optimal über die Bühne gebracht haben: &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://derstandard.at/1317019809927/Netzwerk-Google-Ueber-60-Prozent-aktive-Nutzer-verloren&quot;&gt;Bericht im Standard&lt;/a&gt; 
    </description>

    <dc:publisher>Mattos Blog</dc:publisher>
    <dc:creator>nospam@example.com (Matto)</dc:creator>
    <dc:subject>
    Grant 'n' Raunzen, </dc:subject>
    <dc:date>2011-07-11T07:30:26Z</dc:date>
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<item rdf:about="http://www.matto.at/blog/archives/373-guid.html">
    <title>Zwei Patentlösungen</title>
    <link>http://www.matto.at/blog/archives/373-Zwei-Patentloesungen.html</link>
    <description>
    Kurz vor der Mittagspause serviere ich hier noch lizenzfrei verwendbare Patentlösungen für zwei beliebte Riesenprobleme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste betrifft die Frage, die die BBC aufgeworfen hat, ob es nicht &lt;b&gt;religiös diskriminierend&lt;/b&gt; ist, in den Begriffen BC (= v.Chr.) und AD (= n.Chr.) &lt;b&gt;auf Jesus Bezug zu nehmen&lt;/b&gt;. Der Lösungsvorschlag der BBC sieht vor, statt von Christus von einer „Common Era“ zu sprechen, ohne allerdings das Jahr Null selbst woanders anzusiedeln. In der Presse am Sonntag wurde deshalb berechtigterweise gespöttelt. Das ist nämlich, als ob man zB die Trennung von Kirche und Staat dadurch vollziehen wollte, indem man lediglich das Wort „Kirche“ in allen Gesetzestexten durch „die Organisation“ und „Christus“ durch „der Ding“ ersetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man also schon das Jahr Null bei Jesus&#039; (mutmaßlicher) Geburt positioniert lassen will, soll man, statt irgendwelche „Common Eras“ auszurufen, die mathematisch-nüchterne Methode wählen und für die Jahre vor Null negative Zahlen verwenden: Cäsar wurde im Jahr -44 ermordet, Jesus im Jahr 33.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So! Nachdem das erledigt ist, nun zum ewigen Thema „&lt;b&gt;Wenn man das scharfe S abschafft, wie unterscheidet man dann zwischen Masse und Maße?&lt;/b&gt;“. Auch hierzu existieren erstaunlich komplizierte Abhilfevorschläge. Dabei ist es ganz einfach: Wenn wir uns ein bisschen von anderen Sprachen inspirieren lassen, sehen wir, dass wir zur Unterscheidung von ansonsten gleichen Schreibweisen Akzente verwenden können, und am besten so wie die Spanier: nämlich ganz sparsam und nur dort wo es – Erweiterung meinerseits: im Satzzusammenhang – notwendig ist. Von den Italienern nehmen wir die Unterscheidungsmöglichkeit der offenen und geschlossenen Vokale, die wir vereinfachen, indem wir sagen: Der Gravis (è) steht für kurze und der Akut (é) für lange Aussprache. Damit hätten wir alles, was wir brauchen, um korrekt lesen zu können: „Ich kann keine Másse nehmen, weil es mir an Màsse mangelt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So, jetzt ist es zwölf, und nachdem die wichtigen Fragen geklärt sind, kann nun mit der Arbeit begonnen werden! 
    </description>

    <dc:publisher>Mattos Blog</dc:publisher>
    <dc:creator>nospam@example.com (Matto)</dc:creator>
    <dc:subject>
    Alltägliches, </dc:subject>
    <dc:date>2011-10-10T10:07:58Z</dc:date>
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<item rdf:about="http://www.matto.at/blog/archives/372-guid.html">
    <title>IN APFEL GEBISSEN: DA HABEN WIR DEN SALAT</title>
    <link>http://www.matto.at/blog/archives/372-IN-APFEL-GEBISSEN-DA-HABEN-WIR-DEN-SALAT.html</link>
    <description>
    Der Standard online berichtete heute über den Rücktritt des erfolgreichen Apple-Chefs Steve Jobs. Ein Leser postete dazu: In Ostafrika verhungern zigtausende Menschen, und der Standard berichtet über irgendeinen Konzernchef!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da fiel mir eine Glosse von Doris Knecht ein, die zwar meistens vorbildlich arbeitet, aber im letzten Jahr mit ihrem Kurierkolumnenjob offenbar eine Schreibblockade hatte. Da ihr, wie ich unterstelle, nichts Vernünftiges eingefallen ist, schrieb sie einen Text mit dem Tenor &quot;Schon seit Monaten läuft aus einer Bohrinsel Erdöl ins Meer, und das Thema ist nicht einmal mehr in den Schlagzeilen&quot;. Was meiner Ansicht nach nicht einmal stimmte. Es war nur nicht mehr &lt;u&gt;der&lt;/u&gt; Tagesaufmacher in den Medien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ansicht, wonach eine sehr wichtige Angelegenheit immer und überall an erster Stelle in den Medien kommen muss, ist ebenso falsch wie verbreitet. Ich erinnere daran, dass Medien eigentlich dazu da sind, &lt;u&gt;Neuigkeiten&lt;/u&gt; zu verbreiten. Kann man davon ausgehen, dass die Leser von einer Angelegenheit Kenntnis genommen haben, und gibt es keine neuen Informationen dazu, braucht natürlich auch nichts berichtet zu werden. Würden sich die Publikationen an der Idee orientieren, dass die momentan drastischste Sache, egal wie oft bereits publiziert, stets Seite 1 gebucht hat, würden wir jeden Tag zu 99% identische Zeitungen zu lesen bekommen. Inhalt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HUNGERSNÖTE AUF DER WELT NOCH IMMER NICHT IM GRIFF&lt;br /&gt;
ATOMARE BEDROHUNG WEITERHIN GEGEBEN&lt;br /&gt;
NOCH IMMER KEINE GEWISSHEIT BEZÜGLICH EXISTENZ AUSSERIRDISCHEN LEBENS&lt;br /&gt;
ELVIS AUCH HEUTE TOT&lt;br /&gt;
FRITZL HAT SEINE STRAFE NOCH IMMER NICHT GANZ ABGESESSEN&lt;br /&gt;
AUSWIRKUNGEN VON 7866 UMWELTKATASTROPHEN WERDEN BEKÄMPFT&lt;br /&gt;
ATTENTAT AUF THRONFOLGER IN SARAJEWO: FOLGEEREIGNISSE WIRKEN NOCH NACH&lt;br /&gt;
UWE SCHEUCH NACH GERICHTSURTEIL NICHT ZURÜCKGETRETEN&lt;br /&gt;
FUKUSHIMA: WARTEN AUF WIEDERBEWOHNBARKEIT&lt;br /&gt;
usw.&lt;br /&gt;
  
    </description>

    <dc:publisher>Mattos Blog</dc:publisher>
    <dc:creator>nospam@example.com (Matto)</dc:creator>
    <dc:subject>
    Alltägliches, </dc:subject>
    <dc:date>2011-08-26T09:40:20Z</dc:date>
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<item rdf:about="http://www.matto.at/blog/archives/371-guid.html">
    <title>Nenn mich nicht beim Namen, Fremder!</title>
    <link>http://www.matto.at/blog/archives/371-Nenn-mich-nicht-beim-Namen,-Fremder!.html</link>
    <description>
    Die Elektrofahrräder sind da, und mit ihnen ist das Nenn-mich-nicht-beim-Namen-Phänomen zurück. Denn Elektrofahrräder, so verkünden die diversen Lifestyle-Redakteure und sonstigen modernen &quot;Contentproduzenten&quot;, trügen als &quot;korrekte Bezeichnung&quot; (so zB das Magazin &quot;Konsument&quot;) den Namen &quot;Pedelecs&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun ist der einzige naheliegende Terminus für unsere Sprache jedoch &quot;Elektrofahrrad&quot;, oder, marketingmäßiger vielleicht &quot;E-Bike&quot;. Beide Begriffe sind in der Umgangssprache auch gebräuchlich, während von &quot;Pedelecs&quot; erst seit relativ kurzer Zeit zu hören ist. In anderen Worten könnte man den aktuellen Imperativ so formulieren: &quot;Ab sofort ist es verboten, den naheliegenden Namen zu verwenden, sondern wir gebrauchen alle den Kunstbegriff, und das ist bitteschön keine autoritäre Einmischung, sondern der Fortschritt, und wer den verpasst, ist einfach zurückgeblieben.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Manipulatorische Fingerübung&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Suche nach den Wurzeln der Angelegenheit stößt man im Internet auf die Diplomarbeit einer Susanne Brüsch aus dem Jahr 1999. An einem deutschen Sprachinstitut entstand das Werk &quot;Pedelecs: Fahrzeuge der Zukunft&quot;. Laut Beschreibung (Link s.u.) ist Zielsetzung der Arbeit, die &quot;Vielzahl an Bezeichnungen&quot; für Elektrofahrräder im Rahmen eines &quot;internationalen Namenssystems&quot; zurechtzustutzen. Das System soll  &quot;die unterschiedlichen Fahrzeugtypen voneinander abgrenzen und eindeutig benennen&quot;. Eine interessante Fingerübung - Hand aufs Herz, welcher Akademiker entwickelt denn nicht gerne eigene Nomenklatursysteme für irgendwas Neuartiges, in der Hoffnung, dass irgendjemand da draußen die Begriffe tatsächlich einmal verwendet? Leider ist vom besagten &quot;internationalen Namenssystem&quot; nur der Überbegriff &quot;Pedelec&quot; für &quot;Pedal Electric Cycle&quot; geblieben, und der unterscheidet sich in nichts vom allgemein gebräuchlichen &quot;Elektrofahrrad&quot;, nur dass er - pardon - künstlich und affig klingt. Gerade das Richtige für unsere Redaktionen, die sprachlich ja für jeden Blödsinn offen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun bin ich persönlich allergisch gegen jede Art von &quot;Manipulation der Massen&quot;, insbesondere wenn ich dabei zur Masse gerechnet werde. Dass man Massenmanipulation über die Sprache betreibt, ist klassisch. Jeder ist sich heute bewusst, dass die bekannten autoritären Regimes dabei erfolgreich waren, und deswegen herrscht gegenüber politischer Propaganda zurecht große Skepsis. Aber nicht überall ist die Sprachmanipulation so leicht zu durchschauen, hervorstechendstes Beispiel im Deutschen ist derzeit das Gendern bei der Rechtschreibung. Die Notwendigkeit der Extra-Hervorhebung weiblicher Formen immer und überall in der Sprache, auch wenn es im Text überhaupt nicht um geschlechtliche Aspekte geht, basiert auf der philosophischen Idee, die &quot;Symbolsysteme&quot; (Sprache) derart zu manipulieren, dass bestimmte gewünschte Anliegen ins allgemeine Bewusstsein (bzw. Unterbewusstsein) der Massen gepusht werden. Das kann man als politisches Instrument gutheißen und weiterpropagieren oder auch nicht. Ich ziehe es vor, es nicht zu betreiben, denn, wie oben gesagt, verabscheue ich jegliche Massenmanipulation, so hehr der Zweck auch sein mag. Überraschenderweise halten es aber sehr viele insbesondere liberale, antifaschistische und aufgeklärte Medienmenschen umgekehrt. Sie postulieren, wie neulich sogar im Standard, etwa, man sei etwas zurückgeblieben, wenn man das Gendern noch immer nicht &lt;i&gt;beherrsche&lt;/i&gt;, obwohl es doch schon so lange als logische Weiterentwicklung und unabdingbarer Fortschritt in der Sprache erkennbar sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wenn Militärregimes unsere Sprache normieren&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier sprechen wir von unabdingbaren Weiterentwicklungen der Art, wie sie das Mörderregime von Burma betreibt, indem es, kurz vom Morden ablassend, die Weltöffentlichkeit wissen lässt, das von ihnen in Geiselhaft gehaltene Land hieße ab sofort nicht mehr Burma, sondern &quot;Myanmar&quot; - und alle westlichen Medien es brav nachplappern. (&quot;Myanmar&quot; ist eine Variation des Worts &quot;Birma&quot;, bei der einfach die Konsonanten anders interpretiert werden.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch ein Präsident des Landes Elfenbeinküste hat in seiner Weisheit einst festgelegt, sein Land heiße ab sofort &quot;Côte d&#039;Ivoire&quot;, und zwar nicht nur auf Französisch, sondern in allen Sprachen (der Name darf nicht übersetzt werden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir war ja neu, dass derartige Visionäre und globale Innovateure ein Mitspracherecht bei den Regeln der deutschen Sprache haben, aber offenbar besteht dieses sehr wohl, wie man aus der hiesigen Presse erkennen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manchmal bemüht sich auch ein wirtschaftliches Unternehmen um den &quot;Fortschritt&quot; der deutschen Sprache, so etwa die Neuburger GmbH aus Oberösterreich, die kurzerhand den dünn aufgeschnittenen Leberkäse zum &quot;Neuburger&quot; erklärte und den Slogan prägte &quot;Sagen Sie niemals Leberkäse zu ihm&quot;. Dieses Beispiel ist aber ironisch gemeint - im vorliegenden Fall macht die offensichtliche Chuzpe die Originalität und den Erfolg der Werbekampagne aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Den Kirgisen haben wirs aber geshowed&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf hingegen relativ unironische Weise betätigen sich jene, die der Meinung sind, englische Fremdwörter müssten sich nach Ankunft in unserer Sprache nicht integrieren, nein im Gegenteil, sie brächten auch noch ihre eigene Exklusivgrammatik in den Satz mit, nach der sie gebeugt zu werden haben. Auf diese Weise schaffen sie mitten im Satz fremdsprachliche Enklaven. Beispielsweise werden da Sachen &quot;upgedated&quot;, was konsequenterweise zu &quot;upgedateden Sachen&quot; führt. Der absolute Respekt vor dem Englischen bei gleichzeitiger Unkenntnis geht mitunter so weit, dass von Dingen die Rede ist, die &quot;geshowed&quot; werden, während der Engländer selbst eher von &quot;shown&quot; sprechen würde. Wäre aber gelacht, wenn wir nicht die Symbolsysteme der Briten und Amis ebenfalls umkrempeln könnten, wie es uns passt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein armes östliches Land wie Kirgisien muss sich sowieso alles gefallen lassen. Schließlich ist es auch selber schuld, denn es hat es verabsäumt, dem Westen eine angemessene Staatsbezeichnung zur Verfügung zu stellen. Die Einwohner nennen ihr Land Kirgisische Republik, wobei das erste Wort &quot;kirgiz&quot; geschrieben wird. Eine Junta aus deutschen Außenpolitikredakteuren hat sich herabgelassen, das Problem zu lösen. Dabei wurde auf die Befindlichkeit &quot;der Bevölkerung&quot; noch so weit Rücksicht genommen, dass die von den ungeliebten Russen gebildete Form &quot;Kirgisia&quot; abgelehnt wurde - obwohl sie in der direkten deutschen Übersetzung &quot;Kirgisien&quot; sprachlich die einzig naheligende wäre. Stattdessen kam man zur Ansicht, da die meisten umliegenden Staaten ihren Namen auf -stan haben, wäre es nur folgerichtig, auch Kirgisien auf -stan enden zu lassen.&lt;br /&gt;
Eine Feinheit dabei ist jedoch, dass das weiche s (&quot;z&quot; in &quot;Kirgiz&quot;) ein Teil des Wortstamms ist und erhalten bleiben muss. Würde man nun &quot;Kirgistan&quot; bilden, könnte man nicht erkennen, dass das s essenziell für den Kernbegriff ist, der ja nicht nur &quot;Kirgi&quot; lautet. Auch dafür wurde eine wunderbar praktikable Lösung gefunden und ergo postuliert: Das Land heiße ab nun im Deutschen korrekt &quot;Kirgisistan&quot;.&lt;br /&gt;
In der Praxis wurde es jahrelang einfach nur &quot;Kirgistan&quot; genannt, bis die ersten Journalisten begannen, aus der 3-Groschen-Linguistengruppe auszuscheren und wieder &quot;Kirgisien&quot; zu schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man möge es also unterlassen, in meinem Symbolsystem herumzudoktern, sonst postuliere ich noch einmal zurück!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt;&lt;br /&gt;
Diplomarbeit zu &quot;Pedelecs&quot;: http://extraenergy.org/main.php?language=de&amp;category=&amp;subcateg=&amp;id=22&lt;br /&gt;
Neuburgers Flash-Orgie: http://www.neuburger.at/ 
    </description>

    <dc:publisher>Mattos Blog</dc:publisher>
    <dc:creator>nospam@example.com (Matto)</dc:creator>
    <dc:subject>
    Alltägliches, </dc:subject>
    <dc:date>2011-08-01T06:50:03Z</dc:date>
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</item>
<item rdf:about="http://www.matto.at/blog/archives/369-guid.html">
    <title>Wie wir das Energieproblem nicht lösen, Folge 943</title>
    <link>http://www.matto.at/blog/archives/369-Wie-wir-das-Energieproblem-nicht-loesen,-Folge-943.html</link>
    <description>
    &lt;b&gt;Standbymodus für Dummies&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Atomkraftdiskussion im Rundfunk. Man kann die Uhr danach stellen, nach ca. 7 Minuten kommt die Meldung eines Energieexperten: &quot;Die Frage, die wir uns &lt;i&gt;in Wirklichkeit&lt;/i&gt; stellen müssen, ist: Wie verwenden wir die Energie, die wir haben, richtig?&quot; Dann kommt die berühmte &lt;b&gt;Standby-Modus-Meldung&lt;/b&gt;: &quot;Wenn wir zuhause alle Geräte statt in den Standby-Modus zu schalten wirklich ausschalten würden, könnte sich jeder Haushalt 10 Euro im Jahr sparen!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ob der Standby-Modus ein perfides Instrument der Industrie mit dem alleinigen Ziel des Erhöhens unserer Stromrechnung wäre! Standby-Modus, erklärt &quot;für Dummies&quot;: Dieser Modus ist ein Nicht-ganz-aus-Modus, bei dem aus guten Gründen bestimmte Systemfunktionen eines Geräts aktiv bleiben, also auch etwas Strom verbrauchen. Der Infrarotsensor ist aktiv, damit man das Gerät mit einer Fernbedienung einschalten kann. Oder Uhr und Timerelement eines Videorekorders prüfen fortwährend, ob eine Aufnahme fällig ist. &lt;b&gt;Diese Funktion ist einem normalen Menschen locker zehn Euro im Jahr wert, da Komfortgewinn = Lebensverbesserung.&lt;/b&gt; Die Industrie kann und soll den Stromverbrauch im Standby-Modus minimieren, aber das Ganz-Abschalten elektronischer Geräte führt oft deren Idee ad absurdum. Abgesehen davon schädigt es Netzteil und mitunter auch -schalter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gespart werden sollte logischerweise bei E-Heizungen und Klimaanlagen. Die berüchtigten &lt;b&gt;Bürohäuser mit Glasfassaden&lt;/b&gt; setzen billigen Strom voraus, damit ihr Konzept aufgeht, und sie verbrauchen Unmengen davon. Statt den einzelnen Haushalten dauernd einzureden, der Standby-Modus sei das Problem, sollte man ihnen sagen: &lt;b&gt;Wählt solche Politiker nicht mehr, die diese Architektur fördern,&lt;/b&gt; sondern solche, die dort den Hebel ansetzen, wo es das Kraut fett macht. Genauso wie die Aufstellung von Tempo-50-Tafeln auf Freilandstraßen im Wiener Stadtrandgebiet nicht das globale Klimaproblem löst, sondern das Wählen von Politikern, die auf dem Klimagipfel was weiterbringen oder alternative Energiequellen unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die variablen Fixkosten, oder der Gipfel der Flexibilität&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In letzter Zeit ist es modern geworden, bei Kostenvergleichen zwischen öffentlichem Verkehr und dem Autofahren beim Auto &lt;b&gt;die Fixkosten hineinzunehmen und zwecks Vergleichsmöglichkeit den variablen Kosten zuzuschlagen.&lt;/b&gt; Jedoch gilt nach wie vor die kostenrechnerische Regel, dass Fixkosten und variable Kosten nicht vermischt werden dürfen, weil sonst zwar der Vergleich technisch möglich ist, aber keine Aussagekraft mehr hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Schulfreundin von mir hatte ein neues Auto, meinte aber (sinngemäß): Ich fahre nur urselten damit, denn (entsetzt:) die Kosten sind irrsinnig hoch: Wenn ich 10 mal im Monat mit dem Auto fahre, kostet das im Quartal:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Anschaffungskosten (Annahme 10 Jahre Lebensdauer) 10.000 Euro -&gt; im Quartal 250 Euro&lt;br /&gt;
2. Reparatur/Service/Winterreifen usw. im Quartal 200 Euro&lt;br /&gt;
3. Benzin (10 x im Monat 5 km bei 10 l / 100 km): 5 Euro&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- somit im Quartal 455 Euro oder pro Kilometer &lt;b&gt;9 Euro!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin zu jener Zeit recht viel mit dem Auto gefahren, nämlich etwa 400 km pro Monat. Nach der gleichen Berechnungsweise hätte es mich gekostet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
250 + 200 + 40 = 490 Euro geteilt durch  400 km -&gt; &lt;b&gt;1,20 Euro&lt;/b&gt; pro Kilometer!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Hätte&quot; es mich gekostet? Es &lt;b&gt;hat&lt;/b&gt; mich tatsächlich 1,20 Euro gekostet.&lt;br /&gt;
Ebenso wie die Bekannte der Autokilometer 9 Euro gekostet hat. Kein Wunder, wenn mans einmal durch 50 und das andere Mal durch 400 dividiert. Man kann Fixkosten eben nicht aufteilen. Der direkte Vergleich wird dann unzulässig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und selbst wenn einer das Auto ausschließlich für die Fahrten anschaffen würde, die verglichen werden, ist das Problem noch immer nicht gelöst, dass bei Fixkostenaufteilung mit der Anzahl der gefahrenen Kilometer der Kilometer fälschlicherweise billiger wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da aber, besonders bei den so beliebten Pendlervergleichen, das Auto ohnehin vorhanden ist, da man ja zum Beispiel damit sonntägliche Verwandtenbesuche, Einkaufsfahrten, Urlaubsfahrten, Großtransporte, Diskotaxidienst oder Ähnliches ohne öffentliche Alternative durchführt, darf man höchstens &lt;b&gt;den fiktiven Pendelanteil an den Fixkosten&lt;/b&gt; in Betracht ziehen. Den variablen Kosten darf man ihn aber selbst dann nicht zuschlagen.&lt;br /&gt;
 
    </description>

    <dc:publisher>Mattos Blog</dc:publisher>
    <dc:creator>nospam@example.com (Matto)</dc:creator>
    <dc:subject>
    Alltägliches, </dc:subject>
    <dc:date>2011-04-27T10:14:08Z</dc:date>
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</item>
<item rdf:about="http://www.matto.at/blog/archives/330-guid.html">
    <title>Sascha vs. Virtual Sascha</title>
    <link>http://www.matto.at/blog/archives/330-Sascha-vs.-Virtual-Sascha.html</link>
    <description>
    ñ = soña&lt;br /&gt;
s = sascha&lt;br /&gt;
v = soña antwortet mit einem zitat aus dem Virtual sascha (das war ein Sascha-Spruchgenerator, der aus echten Saschasagern neue gemixt hat)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
inzwischen hat mich sasha aufgrund des untigen mailwechsels gefragt, ob ich&lt;br /&gt;
alle blöden meldungen, die er je geschoben hat irgendwo gesammelt habe&lt;br /&gt;
also ist walters virtual sascha so gut, dass sich sogar der echte sascha&lt;br /&gt;
himself täuschen lässt &lt;img src=&quot;http://www.matto.at/blog/templates/default/img/emoticons/smile.png&quot; alt=&quot;:-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
****&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[anm: graffel = saschas defekte festplatte mit PC drum herum]&lt;br /&gt;
ñ: warum hast du den ganzen graffel nicht einfach zum fenster rausgeworfen?&lt;br /&gt;
s: Hätt ich schon vor Monaten tun sollen,aber ich hab halt versucht das alte&lt;br /&gt;
System solang wie möglich zu retten,doch jetzt hat es mir nur mehr den Nerv&lt;br /&gt;
geraubt. Hab´s trotzdem nicht rausgeworfen,weil dann motzt der Hausmeister.&lt;br /&gt;
v: laß die Gasmaske schön grüßen von mir und dem Zrumpfenstrumpf kannst&lt;br /&gt;
ausrichten, er soll sich seinen Südpol anmalen.&lt;br /&gt;
s: Sag mal,hast du wieder heimlich Rotwein gesoffen?&lt;br /&gt;
ñ: nein, nicht heimlich&lt;br /&gt;
v: Sag mal,hast an Pöschmann???&lt;br /&gt;
s: Nein,der soll da bleiben wo er ist.&lt;br /&gt;
v: Dies gibt drei Lavendel-Blödheiten...&lt;br /&gt;
s: Kauf dir einen Glotzfrosch!&lt;br /&gt;
v: Iß einen Oasch und gib a Ruah !!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
s: Regnen soll´s...&lt;br /&gt;
v: Geh essen!&lt;br /&gt;
s: Der Mann,der gern mehr von allem hätte,was sich sonst kein Maikäfer je&lt;br /&gt;
erarbeiten kann. Und jetzt geh ich ins Bad...&lt;br /&gt;
v: leg dir zwei Männer zu, weil dann der Pöschmann kaufen kann&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
s: Bis dann&lt;br /&gt;
v: Der Oscar soll wischen gehn!!!&lt;br /&gt;
s: Sagen sie,haben sie ihr Gehirn abgeschaltet ??? Das kann´s ja wohl nicht&lt;br /&gt;
gewesen sein...&lt;br /&gt;
v: leg dir zwei Windows 98 zu, weil dann meinereiner pinkeln kann&lt;br /&gt;
s:&lt;br /&gt;
&gt;begin of message &lt;&lt;br /&gt;
Ihre Emails können von diesem System leider nicht mehr bearbeitet&lt;br /&gt;
werden,weil deren Inhalt jeder Sinn und alle Logik fehlen.&lt;br /&gt;
Wir danken ihnen für ihre Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
&gt; end of message &lt;&lt;br /&gt;
v:&lt;br /&gt;
Und wenn sie den Film &quot;Schnorchel unterm Strafpunkt Teil 5&quot; verbilligt&lt;br /&gt;
anbieten, seiltanzt ihn dann auch !!!!!!??????&lt;br /&gt;
s:&lt;br /&gt;
Ihr Mailzugang wurde leider zugeschissen und wir sind nicht bereit,aber&lt;br /&gt;
absolut nicht dazu bereit ihn für sie freizuschaufeln!!!&lt;br /&gt;
Hochachtungsvoll&lt;br /&gt;
Ihr Emailsupport&lt;br /&gt;
v: Dies gibt drei Matrix-Matrizen...&lt;br /&gt;
s:&lt;br /&gt;
He !!!???&lt;br /&gt;
Wie konnten sie ihren zugeschissenen Mailzugang nutzen??? Haben sie&lt;br /&gt;
Shit-free Version 4.5 ???&lt;br /&gt;
Ihr Support&lt;br /&gt;
v: Ich ruf gleich den Pinguin an,die kommen dann mit Zrumpfenstrumpf und&lt;br /&gt;
Geld!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ñ: trailer schon xehn?&lt;br /&gt;
s: Weiß nicht mal,was das für ein Film sein soll.&lt;br /&gt;
ñ: hmmm, lesen kannst aber schon, oder? steht ja schließlich dortn (und im&lt;br /&gt;
betreff): Batman Begins&lt;br /&gt;
s: Es gibt hundert Batmanfilme Batman I,Batman Return,Batman geht ins&lt;br /&gt;
Bett,Batman baut sich ein neues Klo,Batman läßt einen fahren...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
s: Schübelauer in der Nähe vom Shakes+Beer ??&lt;br /&gt;
ñ: ja, in der nähe vom shakesbeer&lt;br /&gt;
s: Die Straßenbahn soll euch abstürzen...hehehe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Dieser Artikel stammt aus dem Stre&amp;szlig;netz und wurde automatisch importiert.&lt;/i&gt; 
    </description>

    <dc:publisher>Mattos Blog</dc:publisher>
    <dc:creator>nospam@example.com (Matto)</dc:creator>
    <dc:subject>
    </dc:subject>
    <dc:date>2004-08-10T10:26:06Z</dc:date>
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</item>
<item rdf:about="http://www.matto.at/blog/archives/82-guid.html">
    <title>Dringende Dekretergänzung</title>
    <link>http://www.matto.at/blog/archives/82-Dringende-Dekretergaenzung.html</link>
    <description>
    Schon vor über einem Jahr habe ich mir &lt;a href=&quot;http://www.matto.at/blog/archives/55-Was-ich-ab-heute-alles-verbiete.html&quot;&gt;an dieser Stelle&lt;/a&gt; die Funktion des &quot;Königs von allem&quot; angemaßt und dekretiert, der Flut von Karikaturen, in denen die Erdkugel in einer Bratpfanne zu sehen ist, sei ein Ende gesetzt. So weit, so gut. Doch was muss ich im heutigen Kurier entdecken? Dass Pammesberger sich nicht an meinen ausdrücklichen und wohlbegründeten Erlass gehalten hat! Schande über den insubordinanten Kerl!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übrigens, als Ergänzung: Auch Karikaturen von Eisbären auf Mini-Eisschollen, mit oder ohne Sonnenschirm, sind nunmehr streng untersagt! Das sage ich euch als einer, der während seiner gesamten Kindheit von Kreativleistungen, in denen der Begriff &quot;Friede&quot; immer per Taube dargestellt wurde, verfolgt worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;hr /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung vom 18.4.11: Das Sinnbild der Friedenstaube wurde laut der Albertina-Picassoausstellung von einem Freund Picassos erfunden und dann von diesem bildlich umgesetzt. (Siehe &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Friedenstaube&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Wikipedia&lt;/a&gt;.)&lt;br /&gt;
Allerdings soll Picasso später dazu etwas in der Art von &quot;Dabei sind Tauben ja eigentlich egoistische und grierige Viecher und überhaupt nicht friedlich&quot; gegrantelt haben. 
    </description>

    <dc:publisher>Mattos Blog</dc:publisher>
    <dc:creator>nospam@example.com (Matto)</dc:creator>
    <dc:subject>
    Alltägliches, </dc:subject>
    <dc:date>2009-12-10T08:43:01Z</dc:date>
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<item rdf:about="http://www.matto.at/blog/archives/367-guid.html">
    <title>Ich oder du?</title>
    <link>http://www.matto.at/blog/archives/367-Ich-oder-du.html</link>
    <description>
    In letzter Zeit tritt immer häufiger das Problem auf, dass insbesondere Unternehmen &lt;b&gt;die 1. und 2. Person nicht unterscheiden können&lt;/b&gt;. Deswegen hier ein kurzer Leitfaden für jene, die Aussendungen an Kunden schreiben müssen und sich nicht sicher sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &lt;b&gt;1. Person&lt;/b&gt;, also „ich“, verwendet man dann, wenn man von sich selber spricht.&lt;br /&gt;
Unternehmen sehen sich meist als Gruppe von Mitarbeitern; deswegen ist, wenn sie von sich selbst reden, die 1. Person im Plural („wir“) angemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin-left: 20px; font-size=.8em;&quot;&gt;Beispiel: &lt;i&gt;Die Filiale gehört Firma X. Deswegen sagt der Pressesprecher der Firma X: „&lt;b&gt;Wir&lt;/b&gt; haben eine neue Filiale eröffnet.“ und nicht: „Du hast eine neue Filiale eröffnet.“&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &lt;b&gt;2. Person&lt;/b&gt;, das ist „du“, hingegen kommt dann zum Einsatz, wenn man nicht von sich selbst spricht, aber derjenige, um den es geht, zuhört. Man spricht deswegen auch von der „Anredeform“. Die Höflichkeitsform ist ein Spezialfall: Während das oben Gesagte auch bei der Anrede mit „Sie“ zutrifft (Großbuchstabe), verwendet man grammatikalisch die &lt;b&gt;3. Person Plural&lt;/b&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;margin-left: 20px; font-size=.8em;&quot;&gt;Beispiel: &lt;i&gt;Firma A verkauft ihrem Kunden B eine Semmel. Der Verkäufer der Firma A sagt zum Kunden: „Hier haben &lt;b&gt;Sie Ihre&lt;/b&gt; Semmel.“ und nicht „Hier habe ich meine Semmel.“&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Unterscheidungen, die im Verkehr zwischen Unternehmen und Kunden, wie bereits zuvor angesprochen, leider immer mehr in Vergessenheit geraten, sind nicht unwichtig. Bei Nichtbeachtung kann es zu großen Verwirrungen kommen. Zwei Beispiele, wie es nicht geht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&#039;500&#039; height=&#039;222&#039; style=&quot;border: 1px solid black; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://www.matto.at/blog/uploads/MeineRechnung.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Hier wird der Anschein erweckt, die Firma UPC würde die Rechnungen, die sie selbst bezahlen muss, einfach an ihre Kunden weiterschicken - in der Hoffnung, dass diese sie begleichen. &quot;Lieber Kunde, bezahlen Sie bitte meine Rechnung, ich wäre Ihnen sehr verbunden, UPC.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&#039;581&#039; height=&#039;236&#039; style=&quot;border: 1px solid black; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://www.matto.at/blog/uploads/MeinAbfall.png&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Der Abfallverband Laa erhält scheinbar von seinem Oberabfallverband Newsletter, die er an seine Kunden weiterleitet. &quot;Lieber Kunde, falls es Sie interessiert, auch wir werden von einem Abfallverband mit Newslettern genervt. Sehen Sie selbst, was die uns schon wieder schicken.&quot; 
    </description>

    <dc:publisher>Mattos Blog</dc:publisher>
    <dc:creator>nospam@example.com (Matto)</dc:creator>
    <dc:subject>
    Bledsinnigstes, </dc:subject>
    <dc:date>2011-03-23T10:16:36Z</dc:date>
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</item>
<item rdf:about="http://www.matto.at/blog/archives/362-guid.html">
    <title>Füm ohne Orsch</title>
    <link>http://www.matto.at/blog/archives/362-Fuem-ohne-Orsch.html</link>
    <description>
    &quot;Willkommen in Wien&quot; war zu Weihnachten im ORF zu sehen: Ein Krimi von Nikolaus Leytner mit Wolfgang Böck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Film sticht aus der dünn-dämlichen Suppe der einschlägigen österreichisch-deutschen Koproduktionen durch seine Qualität heraus, mit der er durchaus stellenweise an die frühen Kottans anstreift. &lt;b&gt;Leytner hat dem &quot;Trauttmann&quot; den Kaisermühlenhäuslschmäh ausgetrieben, und so ist ein &quot;Schuh&quot; draus geworden&lt;/b&gt; (SCNR).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch möchte ich den Patienten noch einen Moment in den Operationssaal bitten, denn ich habe mit ihm eine Schönheitsoperation vor. Zuerst wird der Name gestrafft. Ganz verdorben ist er ohnehin nicht (vor zehn Jahren hätte man wohl &quot;Welcome to Vienna&quot; oder was ähnlich Englisches genommen .. oder gabs das vielleicht schon?). Schnippschnapp, der neue Name muss knackig und frisch sein und sitzen, deutsch sollte er bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann müssen wir die durch die erste Hälfte des Films &lt;b&gt;metastasierende Musikspur&lt;/b&gt; entfernen. Humtahumta mit Blähblueseinschlag ist nicht einmal mehr in Österreich angesagt. Ungeeignet war dieser Sound sowieso immer. Und um komische Szenen aufzupeppen, sollten eher die Drehbuchschreiber eine Extraschicht einlegen. Doch woher einen Einfall nehmen? Vorschlag: Man lausche der dritten Staffel von &quot;Mankells Wallander&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun ist das Elaborat schon ganz ansehnlich. Fast hätten wir den perfekten Austro-Krimi, da stellt sich kurz die Frage, wozu eigentlich der &lt;b&gt;deutsche Kollege&lt;/b&gt; notwendig ist. Ohne ihn wär es schon verdammt nah am Kottan dran. Die Figuren sind plastisch, die Dialoge rennen, fast durchgehend ist das Wiener Idiom authentisch, was eine Sensation darstellt. Aber der zweite, deutsche Hauptdarsteller ...? Na wegen der Kooperation wahrscheinlich. Kann man nichts machen. (Die Frage ist nur, ob auch die Deutschen mit dem Film überhaupt glücklich sind; ihr Landsmann kommt nämlich gar nicht gut weg, und verstehen dürfte man bereits in Tirol nur mehr die Hälfte der Dialoge.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einmal brauch ich noch das Skalpell, denn ich will bei der Vorgesetzten des Inspektors noch etwas &lt;b&gt;Elfi Eschke wegsäbeln&lt;/b&gt;. Wenn wir die Kommissar-Wallander-DVD schon einmal da haben, empfehle ich gleich, auch die schwedische Polizeivorgesetzte zu studieren. Überdrehter und klischeehafter brauchts nicht zu sein, die Geschichte gewinnt durch Zurückhaltung bei den Nebenrollen; wenn nur der Inspektor ein komischer Typ ist, reicht das vollkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu guter Letzt ... oh! Da haben wir das Hauptproblem, ich hatte schon gehofft, es geht diesmal ohne. Es tut mir leid, der Patient ist ein ÖFÖ. &lt;b&gt;Österreichischer Film Ohne Ende!&lt;/b&gt; Bei 1 Stunde 28 Minuten wird auf einmal der Laden dicht gemacht. Wie seinerzeit bei &quot;Freispiel&quot;, aber ebenso vielen anderen österreichischen Produktionen der letzten Jahre: Auf einmal gibts eine Totale (hier: Naschmarktdächer), die Musik wird lauter, der böse Verdacht steigt auf! Alle Handlungsstränge sind offen, bitte jetzt nicht aussteigen! Das ergibt keinen Sinn! Aber auch hier keine Gnade: Aus isses.&lt;br /&gt;
Bei gutem Erfolg will Leytner eine Fortsetzung drehen. In diesem Fall muss man natürlich sagen: Den Film fertigdrehen. Dass die Handlung in knapp eineinhalb Stunden nicht zu einem Schluss kommen kann, ist unverständlich. Sogar bei fix beschlossenen Serien hat der Pilotfilm ein richtiges Ende. An alle Filmschaffenden, bitte merken Sie sich folgenden Hinweis eines einfachen Konsumenten: Egal wie gut der Film in den ersten 99% ist, wenn danach die Handlungsstränge nicht aufgelöst werden, geht der Film nicht in die Annalen der Geschichte ein. &lt;b&gt;Kein Film ohne Ende wird je beim Publikum ein Leiberl reißen.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird ja irgendwann in einem Director&#039;s Cut der Orsch angenäht, ohne den der Patient nicht sitzen kann. So ein fescher Bursch hätte es sich wirklich verdient! 
    </description>

    <dc:publisher>Mattos Blog</dc:publisher>
    <dc:creator>nospam@example.com (Matto)</dc:creator>
    <dc:subject>
    Grant 'n' Raunzen, </dc:subject>
    <dc:date>2011-01-03T09:42:22Z</dc:date>
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</item>
<item rdf:about="http://www.matto.at/blog/archives/360-guid.html">
    <title>Verbtabelle &quot;bonen&quot;</title>
    <link>http://www.matto.at/blog/archives/360-Verbtabelle-bonen.html</link>
    <description>
    Ein neuer Service von Canoo.net: Grammatiktabellen für Verben, die noch nicht erfunden wurden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&#039;282&#039; height=&#039;969&#039; style=&quot;float: left; border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; src=&quot;http://www.matto.at/blog/uploads/bonen.png&quot; alt=&quot;Canoo.net präsentiert das Verb &#039;bonen&#039;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.canoo.net/services/Controller?dispatch=inflection&amp;input=bonen&amp;features=%28Cat+V%29&amp;lang=de&quot;&gt;Zur Seite&lt;/a&gt; 
    </description>

    <dc:publisher>Mattos Blog</dc:publisher>
    <dc:creator>nospam@example.com (Matto)</dc:creator>
    <dc:subject>
    Alltägliches, </dc:subject>
    <dc:date>2010-12-28T14:27:13Z</dc:date>
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</item>
<item rdf:about="http://www.matto.at/blog/archives/358-guid.html">
    <title>Tariert, papierlt und abgewälzt</title>
    <link>http://www.matto.at/blog/archives/358-Tariert,-papierlt-und-abgewaelzt.html</link>
    <description>
    &lt;a href=&quot;http://derstandard.at/1288660286818/Novelle-Wurstpapier-darf-nicht-mehr-mitgewogen-werden&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;derstandard.at berichtet: Wurstpapier darf nicht mehr mitgewogen werden&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wieder wird das auf die Kunden abgewälzt werden! Wer wird wohl die Rechnung bezahlen: Natürlich die Konsumenten! Wir brauchen eine Wurstpreiskommission, die dann bei Versuchen seitens des Handels, mit abgesprochenen Wurstpapierkompensationsaufschlägen die Kunden zu wurstpapierln, sofort die Kartellbehörde einschaltet! Da werden wir SEHR GENAU aufpassen müssen. An uns kleinen Leuten wird wieder alles hängen bleiben, suder!&lt;br /&gt;
 
    </description>

    <dc:publisher>Mattos Blog</dc:publisher>
    <dc:creator>nospam@example.com (Matto)</dc:creator>
    <dc:subject>
    Alltägliches, </dc:subject>
    <dc:date>2010-11-12T09:02:33Z</dc:date>
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</item>
<item rdf:about="http://www.matto.at/blog/archives/357-guid.html">
    <title>ÖBB: Erfolg durch Innovation</title>
    <link>http://www.matto.at/blog/archives/357-OEBB-Erfolg-durch-Innovation.html</link>
    <description>
    Vorstandssitzung bei der Österreichischen Bundesbahn. Nach einigen Absagen und mancher Hinein- und Hinausreklamation diverser Teilnehmer sitzen nun beisammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VV – der Vorstandsvorsitzende,&lt;br /&gt;
MM – der Marketingleiter,&lt;br /&gt;
BV – der Belegschaftsvertreter,&lt;br /&gt;
PC – der Planungschef und&lt;br /&gt;
CC – der Chefcontroller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Kaffee ist getrunken. Es herrscht eine konstruktiv-entspannte Stimmung. Der VV schlägt seine Mappe auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VV Also meine Herren, Willkommen zur heutigen Vorstandssitzung! Danke auch fürs Erscheinen an unseren Belegschaftsvertreter sowie an  Marketing und Controlling. Hallo auch an den Chef der Strategischen Planung!&lt;br /&gt;
Tagesordnungspunkt Nummer eins ist ... die neuen Tarifaktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MM Es kommt der Winter, und wir haben uns lange überlegt, welche neuen, tollen Angebotspackage wir für unsere Kunden schnüren können. (stolz) Das Ergebnis ist das Winter-Klein-Family-Meilendomino-Ticket!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VV Hatten wir das nicht schon einmal?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MM Nein, das war das Winter-Großeltern-mit-Kind-Meilendomino-Ticket, das gibts seit letztem Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VV Wieso seit letztem Jahr? Sind diese Angebote nicht nur für jeweils eine Saison gedacht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MM Äh, gedacht schon, aber die IT ... also jedenfalls, das EDV-System ist nicht kompatibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VV Wieso nicht kompatibel? Was funktioniert denn da nicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MM Wir haben es schon mehrmals prüfen lassen von einem Technical-Assistance-Team, da kann man nichts machen: Wenn ein Angebotspackage einmal im System ist, kriegt mans nicht mehr hinaus. Die Alternative wäre ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VV Wieso kriegt mans nicht mehr raus? Was hat das Technikerteam denn als Ursache festgestellt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MM Äh, irgendwas mit einem „Löschflag“, das bei der Abfrage nicht berücksichtigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VV Schrecklich, dieser Computerkauderwelsch. Na gut. (sinniert) Wieviele solchen Altaktionen haben wir denn eigentlich noch im System?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MM Letzte Woche warens 126. Aber lassen Sie mich auf die Alternative zurückkommen, das ist ja eigentlich ganz einfach zu lösen, wenn man das Angebots- und Buchungssystem neu ausschreibt. Wir hätten da schon den idealen Anbieter im Auge. (wachelt mit einem Brief)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VV Kostenpunkt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MM 15 Millionen, höchstens. Das hätte gleich den Vorteil, dass wir dann auch die Möglichkeit hätten, die Vorteilscardbesitzer einzupflegen. Das heißt natürlich, einpflegen können wir sie ja schon, aber, äh, gewissermaßen nicht mehr auspflegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VV Sie meinen, beim derzeitigen System kriegt man die Daten der Vorteilscardbesitzer nicht heraus, obwohl sie drin sind? Wie das denn?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MM Auch dazu hat es einen Spezialistentrupp von Technical Assistance gegeben. (liest ab) CSI Technik hat festgestellt (blättert) ... die Ursache ist: Mangelhafte Formularimplementierung, fehlender Submitbutton!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VV Ein furchtbares Kauderwelsch! Können wir einen Submitbutton nicht irgendwie einbauen? Hat vielleicht Rail &amp;amp; Track Services irgendwo sowas?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MM Haben sie schon, aber erstens benötigen wir einen virtuellen Button, und für die ist kein Sachbearbeiter vorhanden, derzeit leider alle im Krankenstand. Und unsere Unternehmenssparte Bahn Parts hat uns auf unsere Anfrage hin ein Angebot über Schienennägel gemacht, zu je 750 Euro das Stück. Unser Budget für Enterprise Client Communications sieht aber im Bereich Critical Client Interfaces keine Posten unter 850 Euro vor. Im Kleinanschaffungsbereich greift der Kostenreduktionsplan vom letzten Jahr. Eine Ausnahme dafür müsste uns erst die Politik bewilligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VV Verstehe. Also machen wir Nägel und Buttons mit Köpfen und schreiben das System neu aus. So! -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
B Dazu passend eine Anfrage betreffend die Sparte Housing and Space: Die Lagerhalle am Südbahnhof, dieses dreistöckige Gebäude aus den 50-er Jahren, das Construction &amp;amp; Works abtragen wollte wegen dem neuen Hauptbahnhof, von wegen Gleisverschwenkung, da konnten wir Belegschaftsvertreter den Abriss gerade noch abwenden, denn es wären beide Mannschaftsräume mitabgetragen worden! Jetzt ist der Plan geboren worden, gleich das gesamte Gebäude in Mannschaftsräume umzubauen. Nur ein Problem gibts dabei: Die zweite Etage ist voll mit alten Vorteilscarddokumenten. Brauchen wir die noch?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VV Was für Dokumente sind das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BV (blättert) Eins komma sieben Millionen Passfotos von bewilligten Vorteilscard-Anträgen, die die Kunden mit dem Formular eingeschickt haben, und die wir dann eingescannt und auf die Vorteilscards gedruckt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VV (hat einen Geistesblitz) Sind die Fotos mit den Stammdaten der Vorteilscardbesitzer versehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
BV Nein. Die Originalformulare wurden abgetrennt und lagern in Wien Nordwest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VV (nur leicht enttäuscht) Aha, na egal. Dann brauchen wir die Fotos wohl nicht mehr. Was mich jetzt interessiert, ist: Was steckt hinter dem neuen Spezialticket, „Winter...“?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MM „Winter-Klein-Family-Meilendomino-Ticket“! Ganz einfach und sehr genial für die werdenden Kleinfamilien: Mann plus schwangere Frau zahlen nur 65%, in Begleitung von zwei geborenen Kindern 55%, bei vier geborenen Kindern 45%, und bei einer noch höheren geraden Anzahl von geborenen Kindern 35%. Natürlich gestaffelt, das heißt das erste geborene Kind bedeutet zahlt 100%, dann aber das zweite 100% und davon nur 65%, und das dritte auch 65 von 100 Prozent, aber das vierte schon nur mehr 55% und so weiter und so fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VV Ist klar. Aber das kommt mir so bekannt vor. Ist das nicht dasselbe wie beim City-Sparkurs-plusminus Ticket?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MM Überhaupt nicht! Es ist wohl dasselbe wie bei Vorteil-Minus-65, das Angebot für die Noch-nicht-schwangeren Pensionisten in Verbindung mit Vorteilscard Tropic. Aber City-Sparkurs ist prinzipiell ohne schwangere Frau, und die Staffelung macht sich an den ungeraden geborenen Kindern fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VV Ah ja, natürlich. Na gut, wenn Sie meinen, das Angebot wird ein Erfolg, dann bitte gern.&lt;br /&gt;
Nächstes ... Wie schauts bei Customer-Kundencare aus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CC Schlecht. Beschwerden über Beschwerden. Es ist ein Jammer, es scheint fast, je weniger Kurse wir anbieten, desto mehr beschweren sich die Leute. Hier haben wir das veranschaulicht. (zieht Grafik aus der Tasche) Sehen Sie, nach Ausdünnung der Kurse ... hier ... steigen die Beschwerden ganz gewaltig an, bis dann plötzlich ... hier ... die Beschwerden abrupt auf null zurückgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VV Wieso denn das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CC Das ist kurioserweise immer da, wo die Relationen zur Gänze zurückgefahren werden, also es gar keine Kurse mehr gibt. Da gibts dann plötzlich auch praktisch kein negatives Feedback mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VV Interessantes Phänomen! Können wir daraus eine Strategie ableiten? (wendet sich an den Herrn von der Strategischen Planung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PC (seinen Enthusiasmus nur mit Mühe beherrschend) Wir haben uns damit selbstverständlich eingehend auseinandergesetzt. Da ist es uns gekommen. Sehen Sie da, so einfach! (Schaltet den Overheadprojektor ein, kramt aus seiner Tasche ein Butterkipferl, legt dieses auf die Projektionsfläche.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VV Aha? Was ist das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PC Hab ich heute im BahnHofShop gekauft. Herrschaften, wir haben die Lösung gewissermaßen im eigenen Haus! Das ist die Zukunft, das ist wunderbar, das ist traumhaft: Wissen Sie, wie gut das ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VV Ein Kipferl?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PC Jawohl, ein Kipferl! Schmeckt 1a. Ist weich, man kanns füllen, je nach Gusto. Jedermann liebt das. Vegetarisch, nicht vegetarisch, pikant oder süß. Mit Gemüse drin, drauf, dazu, Saucen, saisonal variiert, groß, klein. Zum Mitnehmen und Hieressen! Ein Kipferl ist was für alle. Ein sicheres Geschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VV Sie meinen, wir sollen mehr Kipferln verkaufen in den Zügen? Oder auch in den Bussen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PC Neinneinnein, sowas gibts ja schon. Was ich meine, und nun halten Sie sich fest - die ÖBB macht: (Pause) Kipferln. Ihr Partner für Kipferln. Und auch Leberkäs. Und – ganz neue Idee aus Amerika – mittelfristig den BahnBagel!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VV Wie, statt den Zügen? Glauben Sie, das hat Zukunft?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PC Und ob das Zukunft hat! Hier die Quartalszahlen von Anker: Die haben gar keine Zugverbindungen. Haben die in Wahrheit nie gebraucht! Dafür gibts ein Portfolio mit ganz verschiedenen Arten von Mehlspeisen und Kaffeeausschank in den Bahnhöfen, äh Filialen. Oder ein Beispiel aus Deutschland: Müllerbrot. Eine Erfolgsstory! Und haben die Busbetrieb, Rail Cargo? Schneckn! Gar nix dergleichen! Und das Geschäft brummt, Sie glauben es nicht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VV Aber auch das haben wir doch schon einmal angedacht ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PC Stimmt, haben wir. Aber wir haben den Fehler gemacht, dass wir einfach nicht weit genug gegangen sind. Wie der Kollege von letztem Jahr gemeint hat, als Versuchsballon verlagern wir RailCargo jetzt auf den LKW, war das ein wichtiger Impuls. Aber letztlich ... sagen Sie selbst, Herr Kollege vom Controlling, wie läuft das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CC Baaah ... nicht besonders. Besser als vorher, aber ist beileibe kein Bringer. Ich begrüße die innovative Idee mit den Kipferln, dem kann ich einiges abgewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PC Sehen Sie? Nun geht der Knopf auf. Ähnliches hats ja auch beim Bus gegeben, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
CC Richtig. Den Postbus haben wir übernommen und es hat Beschwerden gehagelt. Nach entsprechender Fahrplanoptimierung sind die Beschwerden zurückgegangen. Den Busverkehr konnten wir auf 13% zurückfahren – Schülerkurse, Sie wissen Bescheid, da hält die Politik die Hand drauf, aber die Effizienzsteigerung beträgt dennoch (rechnet) stattliche 87%! In Cashflow ausgedrückt: Für jeden Euro Verlust in der Sparte Bus and off-rail Transportational bekommen wir heute 87 Cent Gewinn! Das ist der richtige Spin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
VV Das ist ganz beachtlich, weiter so. Sie haben meine volle Unterstützung, was die Evaluierung von der Angebots-, äh, -retargetierung angeht. 100% Unterstützung. Ich erwarte kurzfristig mindestens 2 ausgearbeitete Vorschläge, also Sie liefern mir die ausgearbeiteten Strategiepläne bis spätestens ersten Montag im März, mindestens 10 Seiten A4, einfacher Zeilenabstand, unterschriftsfertig! Inzwischen werden wir die Stimmung bei den politischen Entscheidungsträgern abtesten. Na wunderbar! Es geht was weiter! Wäre ja gelacht, wenn wir bei dem Karren nicht wieder das Ruder in die schwarzen Nullen reißen könnten! Danke, meine Herren. Wir sehen uns dann bei der nächsten Sitzung, wegen Weihnachten ... achtzehnter Jänner. Rutschen Sie gut!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
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